11. September 2018, 20:17 Uhr

Einsatz für ein gutes Leben trotz Behinderung

11. September 2018, 20:17 Uhr
SPD-Landtagskandidatin Mirjam Fuhrmann besucht Jonathan Viehl und seine Familie in Friedberg. (Foto: pm)

Mirjam Fuhrmann, Direktkandidatin der SPD in der südlichen Wetterau für die Landtagswahl, hat ihre Besuchsreihe »Kaffeeklatsch« begonnen. Mit diesem Veranstaltungsformat möchte sie mit Bürgern über Themen ins Gespräch kommen, die ihr am Herzen liegen. Die Gastgeber kochen Kaffee und laden Bekannte und Nachbarn zu sich nach Hause ein, die Kandidatin bringt den Kuchen mit.

Fuhrmanns erster »Kaffeeklatsch« führte zu Familie Viehl in Friedberg. Thema war das Leben einer Familie mit einem behinderten Kind. Eigentlich sollte Jonathan laut Prognose der Ärzte maximal zwei Jahre leben. Er hat die seltene Krankheit Septo-optische Dysplasie. Nun ist er 14 Jahre alt und ein aufgeweckter Junge. Wie kaum ein anderer Junge in diesem Alter kann er zum Beispiel Ereignisse der letzten zehn Jahre mit genauem Datum wiedergeben.

Seine Eltern führen seit seiner Geburt einen Kampf für ihr Kind. Zuerst galt es, Jonathan ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen. Dass er blind sein würde, bestätigte sich nicht, aber er ist schwerst sehbehindert. Also zog Familie Viehl nach Friedberg, denn dort gibt es die Landes-Blindenschule.

Allerdings sollte Jonathan erst mal in eine Regel-Kita gehen, um in einer sehenden Welt aufzuwachsen. Der Besuch einer Regelschule war nicht möglich. Aus diesem Grund wurde er in der Johann-Peter-Schäfer Schule, der Landes-Blindenschule Hessen, eingeschult. Aktuell besucht er eine Klasse für Lernhilfeschüler. Jonathans Eltern wünschen sich, dass er mindestens die Hauptschulklasse besuchen kann, um irgendwann einmal seinen Regelschulabschluss zu machen.

»Ich bin tief beeindruckt, welche Kraft Eltern aufwenden, um ihrem behinderten Kind ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Gesellschaft muss dieses Engagement unterstützen. Und wir müssen lernen zu verstehen, was es heißt, ein Leben mit einem behinderten Kind zu führen. Und zu guter Letzt sollte man bei Pflege nicht immer nur an alte, pflegebedürftige Menschen denken. Es gibt auch Kinder, die Pflege benötigen, und darauf wird viel zu wenig individuell eingegangen, zum Beispiel bei der Bewilligung von Zuschüssen für behindertengerechte Umbauten«, äußert sich Fuhrmann und fordert, dass nachgebessert wird.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Friedberg
  • Redaktion
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.