13. Dezember 2018, 20:17 Uhr

Ein Lotse geht von Bord

13. Dezember 2018, 20:17 Uhr

Bruno E. Ulbrich hat am Dienstag zum letzten Mal in seiner Funktion als Erster Vorsitzender des BdV-Ortsverbandes Bad Nauheim den Mitgliedern ein gutes neues Jahr gewünscht und danach den Rücktritt von seinem Amt bekannt gegeben. Er sei 97 Jahre alt und möchte sein Amt in jüngere Hände legen. Seit 37 Jahren habe er in verschiedenen Funktionen dem Ortsverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) gedient, zuletzt als Vorsitzender. »Als Nachfolger wünsche ich mir einen klugen Menschen, der die Gedanken an unsere schöne Heimat stets bewusst macht«, sagte er.

»Wenn es einen Grund zum Feiern gibt, ist es die diamantene Hochzeit«, wandte sich Norbert Quaiser an Edmund und Gretel Reinelt. Beide stammen aus Mähren im Sudetenland. »Ein Ehepaar, das so lange zusammen ist, hat es verdient, hochgelobt zu werden.«

Den niedrigen Eingang zur Geburtskirche in Bethlehem stellte Pfarrer Hans-Jürgen König in den Mittelpunkt seines »geistlichen Wortes«. »Der Eingang hat eine symbolische Bedeutung« führte er aus. »So wie das Wort Gottes in Bethlehem ein kleines Menschenkind wurde, so muss der Mensch sich bücken und klein werden, will er in die Geburtsgrotte gelangen. Stolziert er aufrecht und stur vorwärts, schlägt er sich unwillkürlich den Kopf an und riskiert dabei, auf diese Weise den Stern von Bethlehem zu sehen. Nur Kinder könnten aufrecht durch diese Pforte gehen.«

Tragisches Ende

Für sein Grußwort hatte Bürgermeister Klaus Kreß ein Gedicht von Vicco von Bülow alias Loriot ausgewählt. Dass die Verse, die so romantisch beginnen, schließlich ein tragisches Ende beschreiben sollten, war die Überraschung. Großen Applaus gab es, als er danach seine anwesenden Eltern begrüßte. Seine Mutter stammt aus Goldenstein in Mähren im Sudetenland. Beide sind treue Besucher der Bad Nauheimer Begegnungsnachmittage. Schließlich dankte der Bürgermeister dem BdV-Ortsverband für die Pflege der heimatlichen Kultur und überreichte dem Vorstand als Dankeschön ein kleines Präsent.

Den Scheck zur Unterstützung der Vereinsarbeit nahm der BdV-Kassenwart vom Ersten Stadtrat Peter Krank entgegen.

Viel Applaus bekam der Shanty-Chor »Busecker Strandgut«. Dass die 15 »Seeleute« maritime Klassiker gekonnt vortragen können, hatten sie schon bei einem früheren Auftritt bewiesen.

Die große Überraschung aber war ihr gefühlvoller Vortrag von Liedern zur Weihnachtszeit, die von den Gästen begeistert mitgesungen wurden. BdV-Kreisvorsitzender Reiner Schwarz vermeldete stolz, dass zwei Hessen, Siegbert Ortmann und Johann Thießen, in das BdV-Präsidium in der Bundeshauptstadt gewählt wurden.

Schließlich rundeten noch Beiträge von Hilda Grobauer, Rosemarie Kunz, Inge Vetter und Anni Appel den unterhaltsamen Teil des Programms ab.

Norbert Quaiser wünschte in seinem Schlusswort allen ein friedliches Weihnachtsfest und besonders den Kranken gute Besserung. Alle reichten sich zum Schlusslied »Kein schöner Land« die Hände. Ein Wiedersehen soll es am 5. Februar beim literarischen Nachmittag geben.

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