17. Mai 2018, 20:22 Uhr

Ein Landstrich mit blauen Seen

17. Mai 2018, 20:22 Uhr
Vielseitige Eindrücke: Die Mitglieder des Kulturkreises haben das Alte Land besucht. Es ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. (Foto: Claus Richter/pv)

Das Alte Land an der Unterelbe war Ziel einer Reise des Ortenberger Kulturkreises. Es ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. Am Rande des Alten Landes liegt Buxtehude, das seinen festen Platz im deutschen Märchenschatz hat, denn hier lieferten sich Hase und Igel ihren berühmten Wettlauf. Im Zentrum der Stadt steht die aus dem 13. Jahrhundert stammende St-Petri-Kirche. Nach der Führung in Buxtehude bezog die Gruppe das zentral gelegene 4-Sterne-Hotel in Stade, das im Mittelalter die mächtigste Stadt an der Unterelbe neben Hamburg war. Besonders malerisch präsentierte sich die Stadt am Alten Hafen mit dem Schwedenspeicher, dem Bürgermeister-Hintze-Haus und einem Holzkran am Rande des Hafenbeckens.

Eine Fahrt mit dem Fleetkahn durch den Burggraben, der die Innenstadt umsäumt, zeigte malerische Zeugnisse der langen Stadtgeschichte. Zentrum des Alten Landes ist Jork mit schönen alten Bauernhäusern und Mittelpunkt des Obstanbaugebietes. Hier hatte die Apfelblüte die Landschaft in ein Blütenmeer verwandelt. Bei einer Fahrt durch die Blütenpracht mit farbenprächtigen altländischen Bauernhäusern mit hohen Reetdächern und Ziegelsteinmustern zwischen dem weißen Fachwerk erfuhr die Gruppe viel über den Obstanbau und seine Probleme. Eine Fähre brachte die Reiseteilnehmer von Wischhafen über die schon einem Meer gleichende Elbe nach Glückstadt, die 1617 von dem dänischen König Christian gegründet und nach dem Vorbild einer italienischen Renaissancestadt erbaut wurde. Am Marktplatz steht die barocke Stadtkirche. In ihr probte für das abendliche Meisterkonzert der bekannte Trompeter Ludwig Güttler, dessen Proben die Reisenden exklusiv zuhören konnten.

Borstel mit der ehrwürdigen St.-Nikolaus-Kirche, die Galerieholländer-Windmühle Aurora und ein Stopp an der Elbfähre Lühe-Schulau mit Blick auf den nicht weit entfernten Hamburger Hafen bildeten den Abschluss der Fahrten durch das Alte Land. Am Heimreisetag wurde noch ein Highlight besucht, die über 1000 Jahre alte Salz- und Hansestadt Lüneburg mit ihrer mittelalterlichen Architektur der Backsteingotik. Bauschäden zeigen, dass Lüneburg auf Salz gebaut wurde, aber durch den Handel mit dem »Weißen Gold« Reichtum und Ansehen erlangte. Beeindruckend sind der »Alte Kran« am Ilmenauhafen und die fünfschiffige St.-Johannis-Kirche mit ihrem 108 Meter hohen Turm. Ein weißes Blütenmeer bei immer blauem Himmel, ein Hotel der Extraklasse in Stade, kompetente und immer in Heimattracht gekleidete Stadtführer bleiben in Erinnerung.

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