14. Juni 2018, 20:07 Uhr

Mein Lieblingsplatz

Ein Garten voller Liebe

Eine Hummel brummt umher, Rosen und Wildblumen duften, gerade sind Radieschen und Erdbeeren reif: Mein Lieblingsplatz im Sommer ist ein Garten in Rockenberg.
14. Juni 2018, 20:07 Uhr
Im Garten blüht und plätschert es, fliegen Bienen und Schmetterlinge umher, gibt viele Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen, Entspannen und Lesen einladen.

Als Bad Nauheimerin habe ich bei Sonnenschein die Qual der Wahl, denn schöne Plätze gibt es im Städtchen jede Menge. Der Gesundheitsgarten lädt ein, die Beine im Strandkorb hochzulegen, auf dem Holzdeck am Großen Teich im Kurpark lässt es sich wunderbar verweilen, und ein Spaziergang durch den Grünzug am Sichler über die Waldteiche lohnt immer. Und dennoch gibt es einen Platz, an dem ich noch lieber bin: Im Garten meiner Mutter in Rockenberg, meiner privaten Wohlfühl-Oase.

Vor Jahren hat meine Mutter eine alte Hofreite im Ortskern gekauft. Ich habe selbst nur wenige Wochen in dem Haus gelebt, hatte damals gerade angefangen zu studieren, wollte nur eines: Nichts wie weg. In den Genuss des Gartens wäre ich damals sowieso nicht gekommen, denn es gab ihn schlichtweg noch nicht. Stattdessen: etwa 600 Quadratmeter gepflasterter oder erdiger Boden, überall Gebüsch, fast keine Blumen und noch weniger Rasen.

 

Ein riesengroßer grüner Daumen

 

Dann kam meine Mutter: Naturverbunden, kreativ und vor allem ausgestattet mit einem riesengroßen grünen Daumen, hat sie im Lauf der Jahre ein kleines Paradies geschaffen. Heute blüht und duftet es, wohin man blickt. Eine korallenrote Rose – gekauft bei einem ortsansässigen Händler – leuchtet aktuell mit einigen Wildblumen um die Wette. Es gibt eine selbstgebaute Baumbank, Ziergräser, außerdem ein gut bestücktes Kräuterbeet und selbstgezogene Pflänzchen, derzeit sind einige Erdbeeren und Radieschen reif.

Ein Brunnen plätschert vor sich hin, Hummeln und Bienen sausen umher, manchmal lässt sich auch eine Libelle blicken. Gepflegter Rasen wechselt sich mit dichter bewachsenen Beeten und Gebüschen ab, in denen Igel und Mäuse sich verstecken können. Es gibt ein Insektenhotel, außerdem Wind- und Musikspiele.

 

Als erstes einen Cappuccino

 

Mit der Jahreszeit verändert sich der Garten. Bald sind einige Tomaten und Zucchini zu ernten, werden Sonnenblumen und Stauden blühen. Was unverändert bleibt, ist die gute Gesellschaft, auf die ich im Garten treffe. Und die Aufmerksamkeit meiner Mutter, die bei jedem meiner Besuch als erstes fragt: »Magst du einen Kaffee oder Cappuccino trinken?« Ein Grund mehr, warum der Garten mein Lieblingsplatz ist.

Übrigens: Die grüne Oase macht zwar jede Menge Arbeit, darüber geklagt hat meine Mutter aber noch nie. Das Werkeln im Garten erlebt sie als Entspannung.

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