13. November 2018, 20:56 Uhr

Ein Fest, das nie verblüht

Eine Arbeit, die nie endet, ein lustiger Schreibfehler und Tränen nach dem Fest – beim Rückblick auf das Rosenfest in Steinfurth gibt es viele Anekdoten zu erzählen. Yaren Dalli und Sascha Pfeiffer tun das – jetzt, während der Verschnaufpause. Aber die gibt es eigentlich gar nicht, denn nach dem Rosenfest ist vor dem Rosenfest.
13. November 2018, 20:56 Uhr
Nach dem Trubel um den Rosenkorso ist für Sascha Pfeiffer und Yaren Dalli Entspannung angesagt. Wobei sie das nächste Rosenfest 2020 fest im Blick haben. (Fotos: cor)

Wenn andere Frauen wichtiger werden als die eigene Ehefrau, könnte das mit dem Rosenfest zu tun haben. So zumindest hat es Korso-Ausschuss-Leiter Sascha Pfeiffer während der letzten drei Wochen vor dem großen Rosenkorso erlebt. »Durch die Organisation habe ich in der heißen Phase mehr Gespräche mit Astrid Mexia geführt als mit meiner Frau«, sagt Pfeiffer und lacht. Das Rosenfest liegt nun vier Monate zurück, das nächste steht 2020 wieder vor der Tür. »Und schon jetzt gibt es die ersten Anfragen«, sagt Pfeiffer. Gemeinsam mit Rosenkönigin Yaren Dalli erinnert er sich im WZ-Gespräch an besondere Momente und erklärt, warum es beim Steinfurther Fest der Rosen keine Pausen gibt.

Das Rosenfest war etwas ganz Besonderes, nicht zuletzt dank des Rosenkorsos. Am Sonntagmorgen war die Aufregung daher auch auf dem Höhepunkt. »Man hat immer Sorge, dass etwas schiefgehen könnte«, sagt Pfeiffer. »Trinken die Kinder während des Korsos auch genug, geht auch nichts kaputt?« – diese und andere Fragen begleiteten den Korsoleiter während des Tages. »Da sollte man immer Überraschungen einplanen.«

Auch Yaren Dalli erinnert sich gut an den Korso-Sonntag. Kaum klingelte der Wecker, ging es auch schon direkt zu Lena Sterle. Nach dem Styling starteten die Termine. Viel Zeit zum Ausruhen blieb da nicht. Da im Rosendorf schon früh alle Straßen gesperrt waren, sollte Dalli schließlich von der Polizei zur Korso-Aufstellung abgeholt werden. »Das wurde wohl erst verschwitzt«, blickt Pfeiffer lachend zurück, »und wurde aber direkt wieder geklärt, Yaren kam pünktlich.«

Viel zu tun hat vorab Heiko Hartmann gehabt. Er erneuerte die Bremsanlage des Königinnenwagens, besorgte viele Ersatzteile und baute sie ein. Der Wagen hatte im Vorfeld auch Yaren Dallis Mutter in Aufregung versetzt. Beim Stecken des Schriftzuges »150 Jahre Rosen in Steinfurth« hatte sie »Jahre« und »Yaren« verwechselt und an einen Schreibfehler geglaubt. »Wir machen uns heute noch darüber lustig«, sagt Yaren Dalli und lacht.

Sie erinnert sich genau an den Moment, in dem der Wagen in die erste Straße einbog. »Meine ganze Familie stand dort und hat nach mir gerufen, da hatte ich ein Kribbeln im Bauch.« Der Tag selbst sei wie ein Traum an ihr vorbeigezogen. Als das Rosenfest vorüber war, habe sie geweint. Tage später habe sie dann alles genau realisiert.

Viele schöne Veranstaltungen hatte sie bereits vorab besucht. »Der Rosenkorso in Steinfurth ist aber mit nichts vergleichbar.« »Da ist ja auch großer Spaß dabei«, erklärt Pfeiffer, der zum ersten Mal die Leitung des Rosenkorso-Ausschusses übernommen hatte. »Vieles war für unseren Ausschuss diesmal eine Herausforderung, es gab ja auch Neuerungen, unter anderem das erste Treffen der Hoheiten, wo einiges zu organisieren war.« 30 000 Besucher kamen schließlich im Juli.

Tritt Rentnerband auch 2020 auf?

Nun blicke der Rosenkorso-Ausschuss zufrieden zurück. »Wir haben viele positive Resonanzen bekommen.« Und es gebe bereits jetzt Anmeldungen für den nächsten Korso 2020. In besonderer Erinnerung sei den Gästen auch die Rentnerband geblieben. »Die möchten wir gerne 2020 wieder dabei haben.« Schon früh müsse man auch an Vereine herantreten, damit der nächste Termin auch in den Kalender der Teilnehmer passe. Die Arbeit ende somit nie.

Mehrere Male sei der Ausschuss nach dem Rosenfest bereits zusammengekommen, um Unterlagen durchzuarbeiten und zu reflektieren. Dass alles erfolgreich gelaufen sei, verdanke man vielen guten Leuten, die unzählige Stunden investiert hätten.

Der Rosenkönigin sei nun eine Verschnaufpause gegönnt. Gerade hat Yaren Dalli noch einen Termin beim Ministerpräsidenten in Wiesbaden absolviert. Bevor das Programm 2019 startet, wird es ihr aber sicher nicht langweilig. Schließlich studiert sie nun Bauingenieurwesen in Gießen. Da kann sie künftig sicher auch Ideen zum Korso beitragen.

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