29. August 2017, 19:19 Uhr

Durch die Vorfahren inspiriert

29. August 2017, 19:19 Uhr
Danny Löher (l.) und Timo Schließmann genießen das Leben als Helvetier. (Foto: pv)

Von einem Spektakulum oder einem Mittelalterfest hört und liest man immer wieder mal. Doch oft tummeln sich nicht nur Ritter und so manch holde Maid zu solch einem Anlass in prächtigem Gewand. Rings herum gibt es auch des Öfteren verschiedene Lagergruppen zu bestaunen. Wie zum Beispiel das Lager der Keltengruppe Helvetier, die sich besonders mit unseren einstigen Vorfahren vom Glauberg stark verbunden fühlt.

Gründer der Gruppe, Danny »Getorix« Löher, sieht nicht nur auf den ersten Blick aus, als sei er der Hallstatt- oder der La-Tène-Zeit gerade erst entsprungen, sondern ist auch aufgrund der nun fast 20 Jahre, die er das Hobby der Keltendarstellung ausübt, ein richtig alter Hase in seinem Fach. Ein Kenner mit Wissen. Im normalen Leben Dachdecker verbringt er mit seiner Freundin im Sommer beinahe jedes Wochenende in einem Lager irgendwo im In- oder Ausland. Doch auch Wintercamps sind keine Ausnahme. Dank all der warmen Felle im Baumwollzelt wird es da auch trotz hoher Schneedecke richtig kuschelig. »Einfach ist es trotzdem nicht. Lagern ist eben nichts für Gelegenheitscamper«, sagt der bodenständige Handwerker aus Altenstadt, der derzeit in Nidderau-Erbstadt lebt.

Vor drei Jahren stieß Timo »Diviciacus« Schließmann zu der Gruppe, die besonderen Wert auf Authentizität legt. Am Anfang noch als Druide, als Mittler zwischen Römern und Kelten, ist auch er inzwischen vollkommen in die Welt der Glauberger Kelten eingetaucht. Hier kann der Techniker seinen anspruchsvollen Beruf hinter sich lassen. Sogar das Handy verschwindet in einer Kiste.

Neben all den selbst gezimmerten Möbeln, der authentischen Küche mit handgeschmiedeter Feuerstelle und irdenen Gefäßen fallen die vielen Repliken der Fundstücke vom Glauberg auf. Sogar den Gürtel aus dem Fürstengrab haben sich die Helvetier anfertigen lassen – und gerade dabei kam etwas zum Tragen, was den Mitgliedern besondere Freude bereitet: experimentelle Archäologie.

Während man beim bloßen Ansehen nur darüber rätseln konnte, welchen Zweck die drei schweren Ringe an der Seite des Gürtels wohl hatten, wird beim Tragen klar: Ohne die bleibt der Gürtel gar nicht zu! Auch beim Axtbau wurde probiert. So benutzte die Gruppe Birkenpech bei der Herstellung, ein Material, welches auch unseren Vorfahren zur Verfügung stand.

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