21. September 2018, 20:53 Uhr

Doch noch ein Dorfplatz

21. September 2018, 20:53 Uhr
Das Wasserbecken der Weed soll in einen naturnahen Teich umgestaltet werden und zusammen mit der darüberliegenden Bleiche und dem Platz vor dem alten Feuerwehrhaus ein Ort zur Stärkung der Dorfgemeinschaft in Blofeld werden. (Foto: sax)

Nachdem im vergangenen Jahr das Projekt »Dorftreff an der Weed« von den Stadtverordneten abgelehnt wurde, hat der Arbeitskreis Dorferneuerung das Konzept überarbeitet. Mit geringeren Kosten soll die Weed jetzt zu einem Dorfplatz entwickelt werden. Das neue Konzept fand die Zustimmung aller Stadtverordneten.

Die Enttäuschung saß tief, nachdem letzten Sommer eine Mehrheit aus CDU- und FWG-Stadtverordneten das zentrale Projekt der Dorferneuerung in Blofeld gekippt hatte. Zwar hatte Bürgermeister Bertin Bischofsberger sich vor der Abstimmung noch einmal dafür ausgesprochen, auch dieses Projekt umzusetzen. Die beiden Fraktionen sahen die durch die mangelnde Tragfähigkeit des Bodens gestiegenen Kosten jedoch als zu hoch an, um dem Projekt zuzustimmen.

Naturnaher Teich zum Erleben

Die Ablehnung sei ein herber Rückschlag für die Bürger gewesen, die sich für das Projekt engagiert hatten, erklärte Bischofsberger in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Trotz allem habe die Arbeitsgruppe gesagt: »Jetzt erst recht.« Er forderte die Stadtverordneten auf, das Konzept nicht noch einmal im Ausschuss zu diskutieren, sondern direkt in dieser Sitzung darüber zu entscheiden.

Diesem Lob für die Arbeitsgruppe und dass sie sich nicht dauerhaft entmutigen lassen hatte, schlossen sich alle Fraktionen an. Rainer Schauermann, Fraktionsvorsitzender der SPD, erwartet, dass wenn dass Konzept umgesetzt ist, »das Wahrzeichen von Blofeld in neuem Glanz« erstrahlt. Stadtverordnetenvorsteherin Lena Herget betonte, dass auch dem Bauamt, dass die Entwicklung des Konzepts begleitet habe, zu danken sei.

Demnach soll das Wasserbecken der Weed zu einem naturnahen Teich umgestaltet werden. Dieser soll vom höhergelegenen Ufer der Bleiche aus über eine Treppe, vom flacheren Ufer vor dem alten Feuerwehrhaus über einen Steg erreichbar sein. Der Steg soll ein barrierefreies Erleben des Teichs möglich machen.

Das alte Feuerwehrhaus soll dabei als »Infrastrukturgebäude« umgenutzt werden. Damit bietet es Toiletten und die Möglichkeit zur Bewirtung, wobei bei gutem Wetter der Vorplatz miteinbezogen werden soll. Außerdem könnte in dem Gebäude Ausrüstung für Veranstaltungen direkt an der Weed gelagert werden. Das Brunnenhaus aus dem Jahr 1915 soll eine Pumpe bekommen, um bei Trockenheit dem Teich, der an der Weed entstehen soll, Wasser zuzuführen.

Kultur an lauem Sommerabend

Sowohl vor dem alten Feuerwehrhaus als auch auf der oberhalb des Weedbeckens gelegenen Bleiche sollen Flächen für Veranstaltungen entstehen. Diese sollen vom Trägerverein »Blofelder Dorftreff« organisiert werden. Vorstellbar seien unter anderem Gymnastik auf der Bleiche, Start und Ziel für Lauftreff oder Fahrradtouren und Wanderungen. Dazu biete die Weed Möglichkeiten zum Naturerleben mit Amphibien, Fledermäusen und Vögeln.

Aber auch Kulturveranstaltungen kann sich der Verein vorstellen. So könne man im Sommer in die Nacht hinein auf dem Steg bei klassischer Musik und Getränken entspannen oder Blasmusikkonzerte auf der Bleiche organisieren. Um Konflikte zu vermeiden, sollen pro Jahr höchstens zehn Veranstaltungen mit erhöhtem Lärm stattfinden. Außerdem werden die Veranstaltungen spätestens um 22 Uhr enden, verspricht der Verein in seinem Konzept.

Durch das Konzept, das auch positive Einflüsse auf das Dorfleben einbezieht, ist auch die Förderung über die Dorferneuerung möglich. Bei einer reinen Sanierung der Weed hätten keine Fördergelder beantragt werden können. Um die Kosten zur Umsetzung des Konzepts zu senken, möchte der Trägerverein eine »zweckmäßige« Sanierung und bietet bei einfacheren Arbeiten auch an, sie in Eigenleistung zu erledigen.

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