15. August 2018, 20:13 Uhr

Damit das Dorf blüht

15. August 2018, 20:13 Uhr
Die Gemeindevertreter von Ober-Mörlen wollen kommunale Rasenflächen in Blumenwiesen umwandeln und dadurch Insekten mehr Nahrung bieten. (Symbolfoto: dpa)

Dass während der Gemeindevertretersitzung am Montag im Langenhain-Ziegenberger Dorfgemeinschaftshaus eine außergewöhnlich einvernehmliche, konstruktive Stimmung Raum griff, war nicht nur auf Themen wie kommunale Blumenwiesen zurückzuführen. In Gedenken des langjährigen FWG-Gemeindevertreters Jan Wölfl, der in den Sommerferien durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, erhob sich die Versammlung und ließ das Wirken des Weggefährten Revue passieren.

Parlamentschef Gottlieb Burk führte im Nachruf vor Augen, dass der Kamerad mit Leib und Seele Gemeindevertreter war. »Sich für die Menschen einzusetzen und unsere Gemeinde weiterzuentwickeln und lebenswert zu machen, war ihm ein immerwährendes Anliegen«, sagte Burk, beschrieb klare Grundsätze, Ausdauer und Klarheit. »Von allen Seiten wurde Jan Wölfl Respekt und Anerkennung entgegengebracht.«

Gedenken an Jan Wölfl

Die Gemeindevertretung und das Dorf hätten eine ebenso engagierte wie verlässliche Stütze verloren, unterstrich Burk. Der Verstorbene habe einen der wichtigsten Dienste an der Gemeinschaft geleistet: den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl seiner Gemeinde durch unabhängiges und konstruktives Denken und Handeln. Ihm gebühre der Dank für die gute gemeinsame Zeit und für seine Verdienste um das Dorf. »Wir sind ihm aber auch dankbar dafür, dass er ein Teil unseres Lebens gewesen ist.«

Nach einem derartigen Verlust fiel es sichtlich schwer, zur Tagesordnung überzugehen. Die von den Grünen beantragte Umwandlung kommunaler Rasenflächen in Blumenwiesen erleichterte den Einstieg. Im Prinzip waren sich alle einig, dass man das Dorf zum Blühen bringen und Insekten mehr Nahrung bieten möchte. Der Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt soll sich auf einstimmigen Beschluss hin nun damit beschäftigen, welche Flächen infrage kommen, wer die Arbeit macht und wo das Know-how herkommt.

Grundsätzlich sei die Sache nicht so kompliziert, wie in den Redebeiträgen der Kollegen dargestellt, meldete sich der Grünen-Abgeordnete Andreas Klenner zu Wort. Richtig angefangen, habe der Bauhof bei fachgerechter Anlage der Blumenwiesen über Monate weniger Arbeit als mit Gras.

Im Ausschuss will man nun zugleich über einen zurückliegenden Antrag von SPD und Grünen zum Umgang mit glyphosat- und neonikotinoidhaltigen Herbiziden beraten.

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