10. September 2018, 20:02 Uhr

Bürgerhaus statt Sporthalle

10. September 2018, 20:02 Uhr
Mit einem Darlehen, das ursprünglich für die Erweiterung der Sporthalle vorgesehen war, soll das Bürgerhaus Nieder-Florstadt saniert werden. (Foto: sax)

Einstimmig haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, ein Investitionsdarlehen von 400 000 Euro für die Sanierung des Bürgerhauses in Nieder-Florstadt zu verwenden. Ursprünglich war das Darlehen beantragt worden, um die Sporthalle in Nieder-Florstadt zu erweitern. Dieses Projekt war jedoch von der Mitgliederversammlung der Sport-Union abgelehnt worden.

Seit 2012 hat Florstadt 80 000 Euro bei der Wirtschafts- und Infrastruktur-Bank (WI-Bank) angespart, um ein Darlehen über 400 000 Euro nutzen zu können. Zwar kann das Darlehen, das mit einem Bausparvertrag vergleichbar ist, seit Januar 2016 abgerufen werden, doch der ursprünglich geplante Verwendungszweck ist inzwischen entfallen. In der Beschlussvorlage erläutert Bürgermeister Herbert Unger, dass die Mitgliederversammlung der Sport-Union Nieder-Florstadt die Erweiterung der Sporthalle abgelehnt habe. Ohnehin seien Probleme des Vereins zu erwarten gewesen, einen finanziellen Anteil an dem Projekt zu leisten.

Die Stadt könne jetzt entweder den Anspruch auf das Darlehen verfallen und sich die angesparten 80 000 Euro auszahlen lassen oder den Darlehensbetrag von 400 000 Euro für ein anderes Projekt verwenden. Die Verwaltung empfehle deshalb Magistrat und Verwaltung, das Geld für die Sanierung des 40 Jahre alten Bürgerhauses zu verwenden.

Von Vereinen gern genutzt

Unger betonte, dass zwar keine Schließung des Bürgerhauses Nieder-Florstadt drohe. Trotzdem gebe es großen Sanierungsbedarf. Die Vorlage zählt hier die Deckenkonstruktion ebenso auf wie die technische Ausstattung für Beschallung und Beleuchtung. Dazu sollten Energiesparmöglichkeiten wie zum Beispiel LED-Beleuchtung geprüft und eventuell auch eine Kühlung für das Gebäude eingebaut werden. »Das Geld wäre mit Sicherheit gut angelegt«, betonte Unger.

Gerhard Salz (Grüne) begrüßte die Umwidmung des Darlehens und das Ziel der Energieeinsparung. Das Dach des Bürgerhauses sei bereits gedämmt. Jetzt könne man die Dämmung der Wände und Einsparmöglichkeiten bei der Heizung prüfen. Besonders lobte er, dass die Entscheidung, welche Arbeiten am Bürgerhaus dann tatsächlich umgesetzt werden, den Beschlüssen von Magistrat und Stadtverordneten vorbehalten bleibe. Salz regte an, außerdem ein Energiegutachten zu erstellen.

Marlen Dewitz (SPD) erläuterte, durch die Umwidmung werde auch die Vereinsarbeit in Florstadt gefördert, weil gerade der große Saal des Bürgerhauses für zahlreiche Veranstaltungen der Vereine genutzt werde.

Auch Günter Schmidt (CDU) lobte die Umwidmung des Anspardarlehens als »sinnvoll und zeitgemäß«. »Unser früheres Prunkstück, das Bürgerhaus, ist in die Jahre gekommen«, stellte er fest. »Es muss auf den neuesten Stand gebracht werden.«

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