30. August 2018, 19:46 Uhr

»Auswärtige« verstärken Feuerwehr

30. August 2018, 19:46 Uhr
Eine bunte Truppe: Innenminister Peter Beuth mit den Vertretern von Stadt und Feuerwehr. (Foto: lh)

Man muss schon etwas Besonderes leisten, um den Titel »Feuerwehr des Monats« führen zu dürfen. Seit 2007 werden vom Hessischen Innenministerium allmonatlich Freiwillige Feuerwehren ausgezeichnet, die gute Ideen in die Tat umgesetzt haben. »Diese Ideen sollen nicht verborgen bleiben, sondern anderen Feuerwehren als gutes Beispiel dienen«, heißt es in einer Pressemitteilung. In der Wetterau wurde der Titel bisher achtmal vergeben – diese Woche an die Freiwillige Feuerwehr Rosbach.

Am Mittwoch überreichte Innenminister Peter Beuth den Rosbacher Brandschützern die Urkunde und ein Preisgeld von 500 Euro als Anerkennung für ihr kreatives Engagement zur Erhöhung der Tagesalarmstärke. »Sie haben die Arbeitgeber der Stadt dafür sensibilisiert, dass nicht nur die Einwohner der Stadt, sondern auch Menschen von außerhalb, die in Rosbach arbeiten, für den Tagesalarm zur Verfügung stehen«, betonte er.

Häufig arbeiten die Mitglieder der Rosbacher Wehr außerhalb ihres Wohnorts und sind im Ernstfall nicht spontan verfügbar. Andererseits gibt es tagsüber in Rosbach ausgebildete Feuerwehrleute, deren Wohnsitz nicht im Stadtbereich liegt, die aber über ein fundiertes Wissen verfügen – oder es sich aneignen wollen.

»Die Stadtteile Ober- und Nieder-Rosbach haben zusammen etwa 8000 Einwohner auf einer Fläche von rund 23,5 Quadratmetern«, berichtete Wehrführer Sascha Winkler. Zudem betreuen die Brandschützer etwa acht Kilometer auf der A5 in Richtung Kassel. »So unterschiedlich unsere Einsätze sind, um so breiter und umfangreicher muss das Wissen jedes Einzelnen sein.«

Blick über den Tellerrand

Wie sein Stellvertreter Heiko Blecher ergänzte, stieg durch den Rosbacher »Blick über den Tellerrand« die Zahl der tagsüber verfügbaren Einsatzkräfte innerhalb von zwei Jahren von sechs auf 17. Fünf davon kommen von auswärtigen Wehren, zwei fingen als Quereinsteiger neu an und beteiligten sich am Ausbildungsprogramm, ohne ihren Wohnsitz in Rosbach zu haben. Gespräche mit hiesigen Unternehmen sowie der Stadtverwaltung hätten dazu geführt, dass bei Neueinstellungen auch der Aspekt Feuerwehr mit berücksichtigt werde. »Die Freiwillige Feuerwehr Rosbach hat es verstanden, die Arbeitgeber der Stadt für den Brandschutz zu sensibilisieren und dadurch die Tagesalarmbereitschaft deutlich gestärkt«, sagte Beuth bei der Übergabe der Auszeichnung. Dieses Engagement sei beispielgebend für ganz Hessen.

Sieben der derzeitigen Brandschützer arbeiten in der Privatwirtschaft, neun sind bei der Stadt beschäftigt, einer ist Mitarbeiter beim Landkreis. Besonders hervorzuheben sei, dass fünf Einsatzkräfte aus fünf anderen Feuerwehren außerhalb von Rosbach zur Unterstützung der Tagesalarmbereitschaft zur Verfügung stehen. Jeden Donnerstag findet eine einheitliche Ausbildung mit allen eigenen Mitgliedern und Tagesalarmkräften – auch aus anderen Wehren – statt. Blecher: »Wir führen regelmäßig Gespräche mit Arbeitgebern, um für den Ernstfall auf die Notwendigkeit der Freistellung von Feuerwehrangehörigen hinzuweisen.«

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