21. August 2018, 20:28 Uhr

An der Seite des King

21. August 2018, 20:28 Uhr
Stargast Darlene Love kommt im Gespräch mit Maria Hesterberg authentisch und sympathisch rüber. (Foto: cor)

Eine großartige Karriere, eine Zusammenarbeit mit vielen namhaften Künstlern und eine tiefe Liebe zum Gospel – in der Talkshow am Samstagnachmittag im Rahmen des European Elvis Festival sprach Stargast Darlene Love über bewegende Momente in ihrem Leben und warum sie lieber auf der Bühne steht anstatt vor der Kamera.

Zum Festival haben sich die Talkshows mit Stargästen längst zu einer Tradition entwickelt. So stand auch Darlene Love am Samstag im lockeren Gespräch mit der Vorsitzenden der Elvis-Presley-Gesellschaft, Maria Hesterberg, Rede und Antwort. Die Talkshow im Jugendstiltheater sollte auch als Dialog zwischen Stargast und Fans dienen.

Zunächst berichtete Love über ihre Ankunft in Bad Nauheim. Ihren zweiten Aufenthalt habe sie diesmal dazu genutzt, um die Stadt kennenzulernen – mit allen wichtigen Hotspots, von den Häusern, in denen Elvis lebte, bis hin zur legendären Brücke.

Gleich darauf erzählte sie den Zuhörern im Saal, wie es zur Zusammenarbeit mit Elvis beim großen 1968er Comeback Special kam. Normalerweise sei ihre damalige Girlgroup The Blossoms nur als gesangliche Back-up-Begleitung vorgesehen gewesen, nicht für die Filmaufnahmen. Doch Elvis wollte sie in seiner Show haben. »Er liebte Gospels«, sagte Love. »Er wollte auch bei unseren Proben dabei sein, hat uns in den Pausen besucht.« Die Leidenschaft für Gospels habe seine Mutter an ihn weitergegeben.

Darlene Love baute als Tochter eines Priesters schon früh eine innige Verbindung zum Gospel auf. »Rock’n’Roll war daheim nicht erlaubt, den habe ich dann immer bei meiner Freundin gehört.« Dass gerade Elvis sie in seiner Show dabei haben wollte, sei bis heute etwas Besonderes für sie. Es blieb nicht nur bei der Show, Elvis wollte die Blossoms auch für den Film »Change of Habbit«. Auf die Frage, ob aus ihrer Beziehung zu Elvis mehr wurde als nur Freundschaft, reagierte Love mit einem Lachen. »Machen Sie Scherze? So nervös wie er mich gemacht hat, hätte ich nie mit ihm ausgehen können.« Elvis sei ein höflicher Gentleman gewesen. Wenn er Gospels gesungen habe, dann aus tiefstem Herzen. Als ein Freund sie damals über seinen Tod informiert habe, sei ihr erste Gedanke gewesen, das könne nicht wahr sein. »Ich war aber sehr froh darüber, dass ich es so erfahren habe und nicht aus der Presse.«

Weitere Fragen der Fans drehten sich um das frühere Christmas Album 1963, dessen Songs heute noch populär sind, oder um das neue Album.

Auch ging der sympathische Stargast auf die verstorbene große Sängerin Aretha Franklin ein. Mit ihr hatte Darlene Love zusammengearbeitet und eine Freundschaft aufgebaut. »Eine der größten Sängerinnen aller Zeiten, die Masterklasse«, sagte Love. Das Filmen mit der Arbeit am Set – Darlene Love wirkte unter anderem in den Filmen »Leathal Weapon« mit – zähle nicht zu ihren Leidenschaften, sagte der Talkshow-Gast. »Ich bin lieber auf der Bühne im direkten Kontakt zum Publikum, aber sie haben gut bezahlt.«

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