02. Mai 2018, 20:16 Uhr

»Aber bitte mit Sahne«

02. Mai 2018, 20:16 Uhr
Interpretiert sein Idol Udo Jürgens: Dirk Lindemann. (Foto: lod)

Am 21. Dezember 2014 starb Udo Jürgens. Seine Musik jedoch bleibt unvergessen. Dafür sorgen Menschen, wie der Pianist, Sänger und Produzent Dirk Lindemann. Der gebürtige Alsfelder hat 2016 ein Orchester mit hochkarätigen Profimusikern, die unter anderem in der Band von Roland Kaiser oder im Musical »Ich war noch niemals in New York« spielten, zusammengestellt. Einer dieser Musiker ist Trompeter Edi Sager, der musikalische Leiter der Wettertaler und Trompeter im Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz. Jetzt hatte Sager sein von den Wettertalern organisiertes »Heimspiel« mit der Dirk-Lindemann-Big-Band in der Wettertalhalle.

Schon die Ouvertüre war so recht nach dem Geschmack der Zuhörer, spielte die Band doch ein tolles Lindemann-Arrangement mit den größten Jürgens-Ohrwürmern. »Wir wollen Udo nicht kopieren, wir wollen seine Musik weiterleben lassen«, sagte Lindemann, der humorvoll und mit der ein oder anderen Anekdote locker durch den Abend führte. Lindemann kam der Stimme seines Idols sehr nahe, die acht Instrumentalisten und der dreiköpfige Background-Chor machten das Konzert zu einem puren Vergnügen, zu dem auch die Lightshow der Spitzenklasse und der tolle Sound beitrugen. Lindemann hatte zudem ein Programm zusammengestellt, dass das vielfältige Wirken von Jürgens widerspiegelte.

Songs aus den Anfängen wie »Merci Cherie« oder »17 Jahr, blondes Haar« – eingepackt in zeitgemäßen Arrangements – fehlten ebenso wenig wie konzertante Jürgens-Kompositionen oder nachdenkliche Lieder mit gesellschaftspolitischen Aussagen, mit denen Jürgens oft aneckte. Dazu zählen »Was wichtig ist«, »Tanz auf dem Vulkan« oder »Was ist das für ein Leben.«

Ein unverzichtbarer Bestandteil der Jürgens-Konzerte waren Duette, von denen Lindemann mit seinen Background-Sängerinnen einige zelebrierte. Mit seiner Schwester Meike Emrich sang er »Lieben ohne Leiden«, das Jürgens einstmals mit seiner Tochter Jenny gesungen hat. »Ich will, ich kann« zusammen mit der Alsfelderin Jenny Wagner und »Gib niemals auf« mit Yvonne Steinhausen aus Gießen waren weitere von den Zuhörern stürmisch gefeierte Duette.

Zwischen unbekannteren, meist ruhigeren Titeln streute Lindemann immer wieder die bekannten Jürgens-Hits – von »Griechischer Wein« über »Zeig mir den Platz an der Sonne« bis hin zu »Mit 66 Jahren« und »Aber bitte mit Sahne« ein.

Besucher singen mit

Dabei betätigte sich Lindemann immer wieder als großer Motivator, der alle Besucher mühelos zum Mitsingen brachte. Nicht fehlen durfte »Ich war noch niemals in New York«, in dem der Klassiker »New York, New York« eingebettet wurde.

Mit »Vielen Dank für die Blumen« leitete Lindemann das Finale der zweieinhalb-stündigen Show ein. Stehend verabschiedeten die Besucher die Band zunächst. Alle warteten, dass Lindemann – so wie einst sein großes Idol – im Bademantel auf die Bühne zurückkehren würde. Das tat er aber nicht, im Gegensatz zu seinen elf Mitstreitern, die im weißen Bademantel schließlich mit »Das ehrenwerte Haus« zusammen mit Lindemann das umjubelte Konzert beendeten.

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