06. Juli 2018, 10:00 Uhr

Spurensuche

18 Amerikaner besuchen die Heimat ihrer Vorfahren

18 Nachfahren der Brüder Johannes und Wilhelm Lehmer aus Stammheim, die 1749 und 1750 in die USA auswanderten, haben am Wochenende Florstadt besucht.
06. Juli 2018, 10:00 Uhr
Die Familienchronik ist bereits als Buch erschienen.

Eine beschauliche Gruppe, schließlich leben heute etwa 15 000 Lehmers, Leamers und Lamers über ganz Amerika verteilt.

Die Reisegruppe, bestehend aus Menschen dreier Generationen, war im Schlosshotel Ysenburg untergebracht. Die Familie Schwendemann fungierte als Reiseführer. Im rustikalen Ambiente einer ausgeräumten Scheune fand am Freitagabend ein Empfang durch die Stadt Florstadt statt. Erster Stadtrat Gerold Helfrich entschuldigte den verhinderten Bürgermeister Herbert Unger und stellte auf Englisch Florstadt, Staden und Stammheim vor. Heidi Schwendemann informierte über das geplante Programm und Professor Laurence Leamer teilte entschuldigend mit, in der Familie sei lediglich in den ersten drei Generationen Deutsch gesprochen worden. »Heute sind die achte, neunte und zehnte Generation vor Ort.«

 

Führung durch die Altstadt

 

Samstags nahm die Gruppe an einer Führung durch den alten Ortskern von Staden mit Kulturführerin Katrin Schwendemann teil. Nach dem Mittagessen ging es ins Keltenmuseum auf den Glauberg, es schloss sich ein Spaziergang durch die Altstadt Büdingens an.

Sonntags stand ein zweisprachiger Gottesdienst in Stammheim mit Helga Field aus Rosbach auf dem Programm. Vor und nach dem Mittagessen gab es Informationen über die Kirche. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut, also etwa zum Zeitpunkt, als die Lehmer-Brüder auswanderten. Zudem bekam die Reisegruppe jede Menge Infos über den alten Ortskern Stammheims. Carsten Schwendemann vertrat den im Urlaub weilenden Geschichtskenner Rolf Lutz. Zum Abschluss wurde gemeinsam im Schlosshotel Ysenburg gespeist. Die Stadt lud die Gäste zum Essen ein, Stadtverordnetenvorsteherin Ute Schneeberger gesellte sich zur Gruppe.

 

Nicht der erste Besuch in Florstadt

 

Die Amerikaner, die zuvor bereits die unterschiedlichsten Ziele in Deutschland und Europa besucht hatten, zeigten sich beeindruckt von den Eindrücken und Erkenntnisse zum Ursprung ihrer Familie. Aber auch der Besuch der Keltenwelt und der Büdinger Altstadt kamen gut an.

Bereits in den 1980er Jahren besuchten Familienmitglieder unter der Führung von Prof. Laurence Lehmer Staden und Stammheim und erhielten bei ihren Nachforschungen Unterstützung von Bürgern aus Staden und Stammheim.

 

Jüngste Reisende ist zwölf Jahre alt

 

Die Leitung der diesjährige Reisegruppe übernahmen die Söhne des Professors, Laurence, Edward und Robert. Alle drei waren damals nicht dabei und froh, die Reise jetzt nachgeholt zu haben. Laurence ist 76 Jahr alt, er war der älteste Teilnehmer. Seine Enkeltochter Amelia mit zwölf Jahren das jüngste Mitglied der Reisegruppe. »Es war eine wundervolle Tour mit tollen Zielen und phänomenalen Eindrücken« zog Robert Leamer Fazit.

 

Tränen zum Abschied

 

Die Amerikaner erhielten zur Erinnerung umfangreiches Bild- und Textmaterial zu Staden und Stammheim. Sie dankten mit Glasuntersetzern, die das Hex-Zeichen tragen, das für die Lehmers als Familienwappen gilt. »Alle, die das Hex-Zeichen benutzen, sollen sich daran erinnern, ein liebevoller, freundlicher, tatkräftiger Lehmer zu sein. Außerdem hält es Unglück und böse Geister fern«, das schrieb Prof. Laurence Lehmer bereits in den 1980er Jahren in einem Familien-Newsletter. Der Besuch endete mit einem tränenreichen Abschied am Montag.

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