02. Mai 2018, 05:00 Uhr

Spendenaktion

16 490 Euro für schwerkranken Louis

Ganze 16 490 Euro kamen am Samstag während des Bubblesoccer-Benefizturniers der JVA in Rockenberg zusammen. Gespielt wurde für den kleinen Louis, der dringend eine Delfintherapie braucht.
02. Mai 2018, 05:00 Uhr
Dierk Bublitz (l.) und Manuel Quirin überreichen der Familie Mank die Schecks. (Fotos: fef)

Ganze 16 490 Euro kamen am vergangenen Samstag während des Benefiz-Bubblesoccer-Turniers in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg zusammen. Das war deutlich mehr, als sich die Organisatoren und Familie Mank aus Espa erhofft hatten. Gesammelt wurde für Sohn Louis der an dem FOXG1-Syndrom leidet und dadurch schwerbehindert ist (wir berichteten).

Als der große Scheck von den Turnierorganisatoren und JVA-Kollegen, Dierk Bublitz (Leiter Sport) und Manuel Quirin (1. Vorsitzender Betriebssportgemeinschaft der JVA), an Papa Christoph und Mama Stefanie überreicht wurde, konnten die ihr Glück kaum fassen. Zu Tränen gerührt, bedankte sich der Vater für die Kollegialität und besonders für die Menschlichkeit, die ihm die Kollegen aus nah und fern entgegengebracht hatten.

 

Spenden für Delfintherapie

Denn neben den JVA-Kollegen aus Rockenberg, beteiligten sich auch Kollegen aus den Anstalten in Gießen, Darmstadt und Frankfurt. Hinzu kamen regionale Vereine, wie die Bürgerhilfe Konkret Rockenberg, der BUND Kreisverband Wetterau oder die Freiwillige Feuerwehr aus Gambach. Auch aus dem Hessischen Justizministerium habe es laut den Organisatoren eine Spende gegeben. Und für die Tombola sponserten Privatpersonen, Unternehmen und die Handwerksabteilung der JVA Rockenberg jede Menge Preise. Vor allem der ehemalige Rockenberger Kollege Manfred Roth habe kräftig die Werbetrommel gerührt.
 

+++ Lesen Sie auch: Helfen Sie Louis! +++


Gesammelt wurde für ein Therapiearrangement, das Sohn Louis zugutekommen soll. Es umfasst neben logopädischen und physiotherapeutischen Einheiten vor allem eine Delfintherapie auf der Karibikinsel Curaçao. Mit Hilfe der Therapieeinheiten können die Symptome gelindert werden, erzählt der Vater im WZ-Gespräch. Doch die Therapien sind nicht billig, über 20 000 Euro wird der rund 14-tägige Trip für die gesamte Familie kosten. Auch der Bruder und die Schwestern von Louis kommen mit, weil das Therapiearrangement ebenfalls eine Betreuung der Geschwister vorsieht, was auf die rund 17 000 Euro Therapiekosten obendrauf kommt und von der Familie privat getragen wird. Eine Verschnaufpause wird es für die Manks bis zum Abflug im Januar wahrscheinlich nicht geben: Zum einen wurde beim einjährigen Bruder Lenny ein Hirntumor diagnostiziert, der bereits erfolgreich entfernt wurde, zum anderen muss das Eigenheim barrierefrei umgebaut werden.

 

Spielerin landet auf OP-Tisch

Beim Bubble-Soccer zeigen die Teams vollen Einsatz.
Beim Bubble-Soccer zeigen die Teams vollen Einsatz.

Die Idee eines Bubblesoccer-Turniers entwickelte sich aus der ursprünglichen Sammelaktion, bei der Bändchen mit der Aufschrift »Ich helfe Louis« bis nach Afghanistan versendet wurden.

Beim Turnier am Samstag hatten die Teams alles gegeben, was für eine Spielerin aus der Frauenanstalt Frankfurt III auf dem OP-Tisch endete: Mitorganisator Bublitz gab jedoch am Samstagabend Entwarnung, die OP sei gut verlaufen. Zum Unfall war es laut Bublitz gekommen, weil »die Kollegin unglücklich gegen die Bande geprallt und umgeknickt war.« Gewonnen hatte das Endspiel die Mannschaft des Traiser FC, die sich gegen das Uniklinik-Team aus Frankfurt durchsetzen konnte.

 

Zwei Schecks aus Darmstadt

Als am Mittag dann der kleine Louis zusammen mit seiner Familie in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg eintraf, wurden diese mit großem Applaus begrüßt. Papa Christoph umschrieb die Veranstaltung als »ganz, ganz großes Kino«. Er habe sonst immer einen Spruch parat, doch am Samstagnachmittag zeigte er sich sprachlos.

Neben den Benefizeinnahmen überreichten die ehemaligen Darmstädter Kollegen zudem zwei Schecks: Einen über 1 300 Euro (Spenden der Kollegen) und einen über 4 700 Euro (Geld aus der Auflösung einer Interessensgemeinschaft). Christoph Mank hatte nach seiner Ausbildung in der JVA Frankfurt Höchst sechs Jahre in Darmstadt gearbeitet. Das Geld aus Darmstadt ergänzte die Spendeneinnahmen der Bändchen- und Turnieraktionen und ergaben zusammen den stolzen Betrag von 16 490 Euro.

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