03. August 2017, 17:00 Uhr

Bauprojekt

Studenten liefern Kurhaus-Ideen

Studenten haben Ideen entweickelt, wie das Vilbeler Kurhaus zur Stadthalle werden kann. Die Ideenvielfalt wird Grundlage für die Pläne der Stadt. Die Entwürfe sind im Rathaus ausgestellt.
03. August 2017, 17:00 Uhr
Der Siegerentwurf für den Komplex Kurhaus/Stadthalle. Rechts das bestehende Bad Vilbeler Kurhaus, links der Anbau. Dazwischen der begrünte Hof. (Repro: pe)

Ideen und Konzepte für den Umbau des Bad Vilbeler Kurhauses gibt es reichlich. 31 Examensarbeiten wurden dazu von Studierenden der Technischen Uni Darmstadt entwickelt. Die Wiechers-Stiftung und die Stadt Bad Vilbel stellten sie am Dienstag während einer Feierstunde vor und prämierten die besten Werke. Nun liegt es an den zuständigen Architekten, die Ideenvielfalt des Nachwuchses in das Kurhaus-Konzept einfließen zu lassen.

Niklas Baum ist einer der Studenten. Obwohl seine Arbeit nicht zur Ausstellung gelangte, war er ins Foyer des Rathauses gekommen. »Jeder von uns hat seine Ideen ausgearbeitet«, erklärt er. »Das ging über einen Zeitraum von drei Monaten, von April bis jetzt. Bei der Entwicklung erhielten wir immer Feedback durch die städtischen Mitarbeiter. Sie gaben uns zu Beginn auch eine Einschätzung, wie das Projekt ablaufen könnte.«

Ein Teil der Konzeptentwürfe ist seit Dienstag im Rathaus zu sehen. »Selbstbewusst« und »mutig« waren die Schlagworte, die die Gäste beim Gang durchs Foyer beim Betrachten der Arbeiten nannten. Auf Stellwänden sind acht Arbeiten in den nächsten Wochen ausgestellt, die restlichen sollen über einen Video-Beamer im Nebenraum verfügbar gemacht werden. Dieses Vorhaben krankte zu Beginn noch etwas an den Tücken der Technik.

Stadtrat Klaus Minkel (CDU) dankte allen Studenten sowie der Wiechers-Stiftung. Die Stiftung »Städte für Menschen«, die von Rüdiger Wiechers 2005 ins Leben gerufen wurde, arbeite sehr eng mit der TU Darmstadt und Professor Wolfgang Lorch zusammen.

»Es hat mich sehr beeindruckt, mit welcher Hingabe und mit welchem Engagement sich alle Beteiligten dieser Aufgabe gestellt haben«, sagt Minkel. »Tag und Nacht haben die jungen Leute gearbeitet, um eine gute Examensleistung abzuliefern. Die Auswahl an den Stellwänden spiegelt das wider. Es ist erstaunlich, was an der Uni in Darmstadt geleistet wird. Es bedarf eines hohen Niveaus, um solche Arbeiten umzusetzen.« Man brauche eine ganz spezielle Begabung dazu, eine künstlerische Begabung. Gerade das mache die Arbeiten so wertvoll. Es sei geplant, diese Leistungen in einem Buch zu dokumentieren.

Professor Wolfgang Lorch vom Fachbereich Entwerfen und Baugestaltung der TU Darmstadt erklärte, wie wichtig der historische Wert des Kurhauses und die Qualität der angrenzenden Niddaaue sei. Eine Achse zwischen der alten und der neuen Mitte zu schaffen, ohne den Park und das Kurhaus mit dem neuen Gebäudekomplex zu erdrücken, habe stets im Vordergrund gestanden. »Der Anbau, der entstehen wird, ist am Ende sieben Mal so groß wie das alte Kurhaus«, erläutert Lorch. »Das zu planen, war eine große Herausforderung.«

1200 Euro für bestes Konzept

Aus dem Kurhaus soll eine Stadthalle werden mit allem, was zu einem modernen Veranstaltungsort dazugehört. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen deswegen Kompaktheit, Anbindung zur Stadtseite, Beseitigung der Treppen, Barrierefreiheit und Einbindung in das grüne Areal des Kurparks.

Ausgewählt wurden die vier besten Konzepte von einer Jury der Universität; für Platz eins gab es 1200 Euro, für Platz zwei 800 Euro, die beiden anderen erhielten Schecks über je 500 Euro von der Wiechers-Stiftung. Diese Auszeichnungen erhielten: Jasmin Moor (1. Preis), Carsten Schütz (2. Preis) sowie Julian Weber und Lisa Jung. Weitere 25 000 Euro gehen an die TU Darmstadt. (Foto: jsl)

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