04. Dezember 2018, 20:32 Uhr

Stadt muss mehr verlangen

04. Dezember 2018, 20:32 Uhr

Bürgermeister und Kämmerer Guido Rahn (CDU) hat die geplante Erhöhung der Steuern für unbebaute und bebaute Grundstücke verteidigt. Wie in dieser Zeitung berichtet, lehnen die kleineren Oppositionsparteien den Griff in die Taschen der Grundstücksbesitzer und Häuslebauer ab. Die SPD möchte die Erhöhung zunächst auf ein Jahr beschränken.

Unter den Kritikern sind die Freien Wähler. Dazu kontert Rahn, von den FW gebe es keinen Vorschlag zur Gegenfinanzierung, außer dass das Ergebnis belastet werden soll, in der »leider falschen Annahme«, dass der Finanzhaushalt noch ausgeglichen werden könne.

Für die Erhöhung sind laut Rahn zwei Gründe ausschlaggebend: Erstens sinken die Zuweisungen vom Land um rund zwei Millionen Euro im Vergleich zu 2018, während die Umlagen an den Kreis um gut 400 000 Euro steigen. Zweitens benötige die Stadt mehr Mittel für den Straßen- und GehwegeAusbau, da man gemeinsam mit Hessen Mobil die vier Ortsdurchfahrten in Groß- und Klein-Karben, Rendel und Petterweil saniere.

Hierfür würden fast zwei Millionen Euro erforderlich allein im Jahr 2019, wobei die Anlieger keine Straßenbeiträge zahlen müssen. »Vor fünf oder sechs Jahren hätte sicher keiner sich vorstellen können, dass wir jährlich rund zwei Millionen in Gehwege und Straßensanierung investieren«, so Rahn weiter. Diese beiden Entwicklungen führen dazu, dass die Stadt die Grundsteuer von 390 auf 450 Punkte anpassen müsse. »Allerdings liegen wir im Vergleich zu unseren Nachbarstädten bei der Grundsteuer B weiterhin sehr günstig«, gibt der Kämmerer zu bedenken. Aus der von ihm mitgesandten Tabelle geht hervor, dass nur Wöllstadt einen niedrigeren Hebesatz hat als Karben, nämlich 335 Punkte. Karben zieht nach einer etwaigen Erhöhung mit Bad Vilbel gleich. Rosbach hat drei Punkte mehr, und in Niddatal werden 542 Punkte erhoben. Absoluter Spitzenreiter ist Nidderau mit 690 Punkten. Davon ist Karben noch weit entfernt.

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