02. September 2018, 18:16 Uhr

Kerbanstich spontan geglückt

02. September 2018, 18:16 Uhr

Die Kerb in Okarben ist in erster Linie eine gesellige Veranstaltung. Doch eigentlich ist sie viel mehr. Denn nur einmal im Jahr duftet es auf der Hauptstraße nach Popcorn, können Kinder aus dem Flieger des Fahrgeschäftes »Beverly Hills Airport« winken und gibt es frisch angezapftes Freibier aus dem 20-Liter-Fass. Die Kerb ist auch ein Stück Gemeinschaft und Geselligkeit, dörfliches Miteinander und Spätsommervergnügen. Und dies ist sie jedes erste Wochenende im September.

Anwohner spüren sie deutlich, wenn Autofahrer ihre Runden ums Karree auf der Suche nach einem Parkplatz drehen und Großeltern, wenn sie ihre Geldbörse für das Kerbgeld ihrer Enkel öffnen. Doch die Kerb in Okarben gäbe es nicht, wenn sich die Vereinsgemeinschaft dafür nicht stark machen würde. Neun Vereine ziehen an einem Strang, damit die Veranstaltung zu einem schönen Fest für die Bevölkerung wird. »Das ist sehr viel Arbeit im Vorfeld«, sagt Sebastian Wollny. Der Christdemokrat ist seit 2016 Stadtrat und betreut den Ortsbeirat in Okarben.

Dieses Jahr hatte Wollny die Ehre, den Fassbieranstich vorzunehmen. Bürgermeister Guido Rahn war verhindert. Die Erwartungen an Wollny sind hoch, denn Rahn hat laut Vereinsgemeinschaft in Okarben noch nie den Anstich geschafft. Bei Wollny sitzt der Zapfhahn nach ein paar Schlägen. Die Kerb ist offiziell eröffnet. Es darf gefeiert werden.

Ortsvorsteher Karlheinz Gangel und die Vorsitzenden der Vereine rücken eng zusammen und genießen ein Glas Bier. Das haben sie sich verdient. »Das Programm wird schon sechs Monate vorher zusammengestellt. Im Turnus von vier bis sechs Wochen sind Treffen geplant. Schausteller für den Vergnügungspark werden verpflichtet, Banner und Flyer gedruckt«, sagt Wollny. Allerdings und das betont er besonders, macht keiner die Arbeit alleine, sondern die Vereine helfen sich gegenseitig. »Eigentlich hilft halb Okarben mit, von den aktiven Turnern bis hin zur Theaterabteilung der Sport-und Kulturgemeinschaft (SKG) Okarben«, sagt Andreas Czuba von der SKG, die zur diesjährigen Kerb erstmals einen Stand für Süßigkeiten betreibt.

Mit offenen Armen empfangen

Direkt vor dem Bürgerhaus haben sich in diesem Jahr neun Stände der Vereinsgemeinschaft mit einem breiten kulinarischen Angebot und ein Vergnügungspark mit zwei Karussells, einer Schieß- und Wurfbude etabliert. »Wir haben erstmals alles auf die Straße verlegt. Die Kerb hat jetzt den Charakter eines größeren Straßenfestes«, sagt Czuba. Saalveranstaltungen wie die Rockparty, das Oktoberfest oder die Pop-Rock-Party mit den »Nixnutze«, gehören der Vergangenheit an. Immer wieder wird auch an der Attraktivität der Kerb gefeilt. Eine neue Bühne und Bierzeltgarnituren wurden angeschafft. Das Zelt soll noch erneuert werden.

In die Vereinsgemeinschaft, die seit zwölf Jahren die Kerb ausrichtet, hat sich auch der 1. Pétanque-Club Petterweil integriert. »Wir haben noch keinen Stand, da wir noch viel Arbeit am Sportheim mit der Außenanlage und dem Vereinsheim haben«, sagt Vorsitzender Heiko Hoffmann. Der Club helfe aber gerne bei Vereinen aus, zum Kennenlernen und Erfahrungen sammeln.

Die Mitglieder der Vereinsgemeinschaft seien nette Menschen und hätten den Club mit offenen Armen empfangen. Dessen Mitglieder helfen nun beim Bedienen der Kerbgäste.

»Der größte Spaß ist, dass alle Vereine zusammenhalten und sich beim Auf-und Abbau der Stände helfen«, sagt Harald Marcischewski, Vorsitzender des Obst-und Gartenbauvereins Okarben.

Zum Programm der Kerb zählten Hüpfburg, Kinderschminken, Kostümverkauf und musikalische Unterhaltung, die vom Blues-Rock bis zur Blasmusik reichte.

Nächstes Jahr feiert die Kerb in Okarben übrigens ihr 250. Jubiläum. »Ich könnte mir vorstellen, dass wir Traditionen wie das Aufstellen des Kerbbaumes wiederbeleben«, sagt Czuba.

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