31. August 2018, 19:52 Uhr

Gronau ohne Einkaufsmarkt

31. August 2018, 19:52 Uhr
NMA

Gerlinde und Willi Kroh wollten sich nicht zur Schließung ihres Ladens in Gronau äußern. Das fortgeschrittene Alter des Ehepaars sei jedoch einer der primären Gründe, teilen sie mit. Weitergeführt werde der kleine Nahkauf nach der Schließung nicht mehr.

Eine Nachricht, die sich bereits abgezeichnet hatte, haben die beiden Gronauer das übliche Renteneintrittsalter doch längst überschritten. Wie geht es weiter mit der Nahversorgung im Ort? Wenn es nach der SPD geht, soll schnell eine Lösung her – eine politische. So veröffentlichte SPD-Ortsbeiratsmitglied Mirjam Fuhrmann eine Pressemitteilung. »Mit dem endgültigen Aus für das einzige seit 46 Jahren existierende Lebensmittelgeschäft in Gronau verliert der Stadtteil nicht nur seinen letzten Nahversorger, dem Stadtteil geht auch eine Institution verloren.« Bis auf die Metzgerei Wenzel gebe es nun kein Geschäft mehr, das Lebensmittel anbiete. Das sei vor allem für ältere Mitbürger problematisch. Fuhrmann und die SPD wollen einen Antrag auf den Weg bringen, der die Nahversorgung in Gronau retten soll: Die Stadt Bad Vilbel solle beauftragt werden, die Situation zu prüfen und entsprechende Schritte einzuleiten, heißt es in dem Initiativantrag, den Fuhrmann dem Ortsbeirat vorstellt. Andreas Schönborn (CDU) antwortet: »Prinzipiell finde ich das gut«, sagt er. Allerdings gehe das nicht unbedingt die Stadt Bad Vilbel an, sondern den Stadtteil selbst. Christian Dittmann (Grüne) sagt, er habe das Gespräch mit den Krohs gesucht: »Der Laden rentiert sich einfach nicht«, berichtet er. Dittmann findet, man sollte sich Gedanken machen, wie man Anreize für einen Nahversorger in Gronau schafft und die Gronauer dazu bringt, dort zu kaufen.

Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU): »Ich bedaure außerordentlich, dass der Laden schließt.« Doch müsse man sich an die eigene Nase fassen. »Wenn nur ein Drittel der Haushalte in Gronau einmal pro Woche dort für 20 Euro eingekauft hätte, hätte sich der Laden wirtschaftlich rentiert.« Er plädiere für eine Ideensammlung, wie künftig ein Nahversorger geworben und den Bürgern vermittelt werden könnte, dort einkaufen zu gehen. Der Antrag der SPD wird abgelehnt.

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