03. September 2018, 19:31 Uhr

Funk statt Flügelrad

03. September 2018, 19:31 Uhr

Im Laufe der nächsten Jahre werden die Karbener Privathaushalte neue Wasserzähler erhalten. Mit der einstimmigen Verabschiedung eines Nachtrages zur Wasserversorgungssatzung haben die Stadtverordneten jetzt den Weg zum Austausch frei gemacht.

Wie berichtet, werden zunächst aber nur die Zähler ausgetauscht, deren Eichzeit abgelaufen ist oder die defekt sind. Die große Austauschaktion wird es nicht geben, denn immerhin sind rund 6000 Wasserzähler in den Haushalten im gesamten Stadtgebiet eingebaut.

Der technische Betriebsleiter der Stadtwerke, Michael Quentin, informiert, dass die Zähler normalerweise alle sechs Jahre ausgetauscht werden. Bislang sei es üblich, dass die Bürger am Jahresende eine Postkarte erhalten, sie dann ihre Zählerstände ablesen und diese dann den Stadtwerken mitteilen. »Ein erheblicher Teil der Karten kommt falsch ausgefüllt zurück«, sagt Quentin. So würden statt der Wasserzähler häufig die Gas- oder Stromzähler abgelesen. Es gebe jedes Jahr rund 500 bis 600 Falschmeldungen. Das bedeutet aber für die Stadtwerke erheblichen Nacherfassungsaufwand.

Dass dies erwähnt wird, hat seinen Grund. Die neuen Zähler, die künftig eingebaut werden, sind sogenannte Funkzähler. Deren Stände lassen sich von der Straße aus mit einem entsprechenden Gerät auslesen. Die Zähler seien mit einer kleinen Batterie ausgestattet, die in kurzen Abständen von 15 Sekunden einen Impuls aussende. Dann könnten die Stadtwerke-Mitarbeiter mit ihren Messgeräten diesen Impuls auffangen und so die Zählerstände erfassen. »In Schotten haben wir uns das angeschaut. Innerhalb von nur zehn Minuten sind 500 Zählerstände erfasst worden.« Auch datenschutzrechtlich sei alles in Ordnung, wie Quentin sagt. Die sogenannte AES-Verschlüsselung bringe »ein hohes Maß an Sicherheit«.

Zurzeit gibt es in den Haushalten noch Flügelrad- oder Ringkolbenwasserzähler. In ganz alten Bauten seien es noch Flügelradzähler, in späteren Gebäuden dann Ringkolbenzähler. Müsse einer dieser Zähler routinemäßig ausgetauscht werden oder weil er defekt sei, würden nur noch Funkzähler eingebaut, sagte Quentin. Für die neuen wie die alten Zähler sind monatliche Mietkosten fällig. Für die alten Zähler zwischen 80 Cent und 1,20 Euro je Monat, für die neuen Zähler dann 1,10 Euro. Dazukommen noch sieben Prozent Mehrwertsteuer, wie aus der Satzung hervorgeht. Übrigens: Während die aktuell eingebauten Zähler alle sechs Jahre ausgetauscht werden müssen, ist dieses Intervall bei den neuen Zählern doppelt so lang. Quentin: »Auch das verringert den Aufwand für die Stadtwerke.« (Fotos: pe)

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