27. August 2018, 17:00 Uhr

Olditimer in Karben

Festtag für Oldtimer-Fans bei Clim-Air-Rallye in Karben

Echte Hingucker hatte die siebte Clim-Air-Rallye in Karben zu bieten. Die Teams mussten mit ihren Oldtimern nicht nur die Strecke zurücklegen, sondern auch Aufgaben erfüllen.
27. August 2018, 17:00 Uhr
Nach dem Rallye-Ende stehen über 80 Teilnehmer-Fahrzeuge auf dem Firmengelände von Clim Air. (Foto: wie)

Die lange Vorbereitung hat sich gelohnt. Über 80 Oldtimer gingen am Samstag in aller Frühe an den Start zur 7. Clim-Air-Rallye. Die Fahrzeuge kamen aus allen Teilen des Rhein-Main-Gebiets. Gut drei Monate zuvor hatte Rallye-Veranstalter Guido Hommel, Geschäftsführer der Clim Air Plava Kunststoffe GmbH, die Tour behördlich angemeldet. »Der Veranstalter fährt nicht mit«, betonte Hommel. Der Oldtimer-Enthusiast hatte aber zehn eigene Fahrzeuge am Start, die Freunde und Geschäftspartner fuhren. Viele hundert Oldtimer-Fans kamen zur Veranstaltung.

Um 8.30 Uhr war Fahrerbesprechung. Die Fahrtenbücher mit der Strecke und den im Laufe der Fahrt zu bewältigenden Aufgaben gab es erst am Start, der in der Reihenfolge der Startnummern erfolgte. Start und Ziel war der Firmenstandort im Okarbener Industriegebiet Am Spitzacker.

 

Der Oberurseler Reinhard Grzesik (r.) und Beifahrer Carl-Friedrich Leuschner sind mit einem Jaguar E-Type dabei.	(Foto: wie)
Der Oberurseler Reinhard Grzesik (r.) und Beifahrer Carl-Friedrich Leuschner sind mit eine...

 

»Ein paar mehr Erklärungen zum Fahrtenbuch wären hilfreich gewesen«, sagte Reinhard Grzesik. Der Oberurseler nahm erstmals mit seinem leuchtend roten Jaguar E-Type der ersten Serie mit Baujahr 1963 teil. Als Beifahrer navigierte Carl-Friedrich Leuschner über die Strecke. »Diese Rallye ist sehr bodenständig«, lobte Grzesik, »hier zählt das Interesse am Auto.« Mit einem Opel GT 1900 Baujahr 1969 im Originalzustand mit 90 PS nahmen der Karbener Marco Beck und Beifahrer Alexander Adam an der Rallye teil. Sonst wird der orangefarbene Oldtimer »nur bei schönem Wetter zu Liebhaberfahrten« genutzt, wie Beck verriet. An diesem Rallye-Tag allerdings waren der Start und der größte Teil der ersten Streckenhälfte von Regen gekennzeichnet.

 

Jaguar Baujahr 55 ältestes Fahrzeug

 

Die Strecke sei anspruchsvoll gewesen, sagte Beck, und auch die Aufgaben hätten es in sich gehabt. So galt es, bestimmte Busstationen zu erkennen und Birken zu zählen – und zwar auf Zeit. Wie Moderator Peer Günther den Wartenden erläuterte, seien die Aufgaben danach ausgesucht worden, dass sie nicht via Smartphone im Internet gesucht werden konnten.

Günther, der seit 25 Jahren als Hobby derartige Oldtimer-Veranstaltungen moderiert, nannte nicht nur Crew, Marke und Baujahr der Fahrzeuge, die nach 16 Uhr im Minutentakt im Ziel eintrafen, sondern auch viele technische Besonderheiten, informierte über die Baugeschichte und ordnete die Fahrzeuge mit wenigen Hinweisen ins Zeitgeschehen ein.

 

Fahrer Marco Beck (r.) und Beifahrer Alexander Adam präsentieren einen Opel GT 1900. 	(Foto: wie)
Fahrer Marco Beck (r.) und Beifahrer Alexander Adam präsentieren einen Opel GT 1900. (Fot...

 

Nachdem die Fahrtenbücher ausgewertet worden waren, übernahm HR-Moderator Thomas Ranft, der auch mitgefahren war, die Preisvergabe. Besonders freute sich Guido Hommel, dass seine Enkelin Vanessa Forma wieder die Pokale überreichte. »Sie ist das Maskottchen der Rallye in Karben und von Anfang an dabei«, betonte Hommel. Dafür sollte sie an diesem Tag mit einem Ehrenpreis bedacht werden. Sieger der 7. Clim-Air-Rallye war das Team Ingo und Daniele Harbodt in einem Ford Thunderbird H 5055, ZY8. Auf die Plätze zwei und drei schafften es Hermann Lessiak und Roland Degoutrie in einem Porsche 924 S sowie Andreas Feyh und Nadine Rullmann in einem BMW 2500. Als ältestes Fahrzeug ging ein Jaguar XK 140, Baujahr 1955, an den Start, dessen Fahrer dafür mit einem Pokal geehrt wurde.

Der Rallye-Ausklang auf dem Betriebshof dauerte bis in den Abend hinein. Für Kurzweil bei Fahrern und Besuchern sorgten die Band Rock Diamonds und die Showtanzgruppe Lollipops.

Info

Für zwei gute Zwecke

Veranstalter Guido Hommel spendet die Einnahmen aus Getränke- und Essensverkauf für gemeinnützige Organisationen. In diesem Jahr wird erstmals der Verein Mucohilfe Karben bedacht, der die Forschung hinsichtlich der Krankheit Mukoviszidose am Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt fördert. Außerdem wird der Verein Lichtblick aktiv Schwester Sigrid unterstützt, der sich in Frankfurt um Obdachlose kümmert. Beide Vereine erhalten je eine Spende von 2000 Euro. Die Einnahmen wurden von der Stadt Karben mit 200 Euro und von Guido Hommel aufgerundet. (wie)

Schlagworte in diesem Artikel

  • BMW
  • Birken
  • Fahrzeuge und Verkehrsmittel
  • Festtage
  • Ford Thunderbird
  • Geschäftspartner
  • Kunststoffe und Kunststoffprodukte
  • Oldtimer
  • Opel
  • Porsche
  • Rallyes
  • Schönes Wetter
  • St. Elisabethen-Krankenhaus Katharina Kasper ViaSalus GmbH
  • Karben
  • Redaktion
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.