28. August 2018, 16:25 Uhr

Bauarbeiten

Aus für die »Rialto-Brücke« am Bürgerzentrum Karben

Zu eng und zu steil ansteigend ist die Fußgängerbrücke über die Nidda hinter dem Bürgerzentrum Karben. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden. Auch sonst wird sich im Stadtzentrum einiges tun.
28. August 2018, 16:25 Uhr
Zu stark ansteigend und oben zu schmal: Die Fußgängerbrücke über die Nidda hinter dem Bürgerzentrum Karben ist für Rollstuhl- und Fahrradfahrer nur schwer zu überwinden. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden. (Foto: pe)

Als Barrierefreiheit noch ein Fremdwort war, ist sie errichtet worden. Die Rede ist von der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Nidda im Stadtzentrum. Im Volksmund wird sie wegen ihrer gebogenen Form »Rialto-Brücke« genannt. Nur einigermaßen sportliche Radfahrer können sie überfahren. Wenn sich zwei Fahrräder begegnen, wird es auf dem höchsten Punkt der Brücke richtig eng. Da hilft oft nur absteigen. Rollstuhlfahrer können sie ohne fremde Hilfe überhaupt nicht bewältigen, es sei denn, ihr Rollstuhl hat einen Elektromotor.

Die in den Achtzigerjahren errichtete wichtige Verbindung zwischen dem Bürgerzentrum bzw. dem Stadtzentrum und Groß-Karben ist also alles andere als barrierefrei. Der städtische Altenhilfeplan gibt der Stadt auf, Straßen und Gehwege barrierefrei umzugestalten. Deshalb dürften die Jahre der Brücke gezählt sein. Bürgermeister Guido Rahn (CDU) hat im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Infrastruktur schon mal einen Neubau in Aussicht gestellt. Denn: »Diese Fehlkonstruktion muss weg«, sagt der Rathauschef. Wann der Brückenneubau kommt, ist aber noch unklar. Denn Abriss und Neubau summieren sich nach einer Berechnung des Rathauses auf rund 400 000 Euro, etwa die Hälfte würde man als Fördermittel erwarten, »so dass noch 200 000 Euro bei der Stadt hängen bleiben«.

 

Brücke Teil des Radwegekonzepts

Die SPD-Fraktion sieht das genauso. Die Rialto-Brücke ist durch einen Neubau zu ersetzen«, heißt es in einem Antrag zum Fußwegekonzept an der Nidda im Stadtzentrum. »Einerseits um den Übergang barrierefrei zu ermöglichen. Andererseits ist die Brücke Bestandteil des Radwegekonzepts. Deshalb sind bei einem Neubau getrennte Bereiche für Fußgänger einschließlich Rollstuhlfahrern und Radfahrern zu errichten.« Mit dem Antrag rannte die Oppositionsfraktion beim Magistrat offene Türen ein, denn die Überlegungen im Rathaus gehen ebenfalls in diese Richtung. Nun sollen zunächst einmal die Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.

Einer der Mitfinanzierer könnte der Zweckverband Regionalpark Niddaroute sein. Denn er will nach der jetzt begonnenen Renaturierung der Flussufer im Stadtzentrum auch die Radwege neu bauen. So will er nach Angaben des Bürgermeisters auch eine neue Beschilderung auf dem Damm anbringen. Hier sollen gemäß SPD-Forderung die Symbole Fußgänger/Radfahrer an mehreren Stellen aufgebaut werden, weil der künftige neue Weg gemeinsam genutzt werden soll. An den Zufahrten sollten Schilder »Radfahrer Achtung! Rücksicht auf Fußgänger, Rollstuhlfahrer – Geschwindigkeit anpassen« aufgestellt werden.

 

Neubau förderfähig

Geschäftsführer Ekkehart Böing ergänzt, dass 70 Prozent der Planungskosten für den Neubau einer Brücke förderfähig seien. Der Bau könnte dann über das Germeinde-Verkehrs-Finanzieurngsgesetz mitfinanziert werden. Die Brücke sei eine wichtige Verbindung in Karben und könne als Anlage der Nahmobilität gefördert werden.

Im weiteren Verlauf des Nidda-Rad- und Gehweges sollen in Richtung Okarben an Einfahrten »an kritischen Stellen« gleichfalls Symbole angebracht werden. Für die Bewohner des ASB-Seniorenzentrums sei ein barrierefreier Zugang zu dem neuen Weg an der Nidda herzustellen. Dazu merkte Rahn an, dass der ASB dem natürlich zustimmen müsse. Er empfahl die Annahme des SPD-Antrages, was sowohl im Ausschuss als auch im Stadtparlament einstimmig geschah.

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