11. Februar 2016, 19:13 Uhr

Trinkkuranlage: Giftgrün muss verschwinden

Bad Nauheim (bk). In sattem Blau sollte das Wasser im Becken vor der Konzertmuschel der Bad Nauheimer Trinkkuranlage bald wieder erstrahlen. Das war das Ziel, als 2009 – ein Jahr vor der Landesgartenschau – das mit Rissen übersäte Wasserbecken saniert wurde.
11. Februar 2016, 19:13 Uhr
Erdwälle statt gepflegter Kiesfläche: In der Trinkkuranlage wird gearbeitet, um das Algenproblem im Becken in den Griff zu bekommen. (Foto: nic)

Tatsächlich war dort in den Jahren nach der Fertigstellung des Bauprojekts allerdings meist ein giftiges Grün zu sehen. Als Ursache wurde ein ungebremstes Algenwachstum ausgemacht, weil der Wasseraustausch nicht richtig funktionierte. Jetzt wird der Mangel behoben. »Der Stadt entstehen keine Kosten«, sagt Erste Stadträtin Brigitta Nell-Düvel.

Diese Aussage trifft auf die laufende Nachbesserung der Arbeiten von 2009 zu. In den Vorjahren musste die Stadt allerdings eine Menge Arbeit investieren. Wie Nell-Düvel bestätigt, musste das Becken in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, um die Betonschicht vom Algenschleim zu befreien. Vor allem im Frühjahr und Sommer kam es zu einem ungebremsten Wachstum. Vor jeder Reinigung musste das Wasser abgelassen werden. Entfernte man die Algenschicht mehrere Wochen nicht, begann das Wasser bei warmen Temperaturen zu stinken – keine schöne Begleiterscheinung für die Kurkonzerte.

Nach Angaben der Ersten Stadträtin musste zunächst umfangreich geprüft werden, warum die Algenschicht immer wieder auftrat. »Wir mussten das Phänomen eine Zeit lang beobachten. Es hätte auch mit dem Wetter zusammenhängen können.« Neben der ständigen Reinigung hätten die städtischen Beschäftigten versucht, dem grünen Wachstum mit Chemikalien zu begegnen. Dieser Anlauf sei letztlich gescheitert.

Jetzt ist man der Ursache des Problems offensichtlich auf den Grund gegangen. »Die Wasserrohre waren nicht optimal verlegt. Das nötige Gefälle hat gefehlt, deshalb kam es nicht zu einem ausreichenden Wasserzufluss und -abfluss«, sagt Nell-Düvel. Die Vermutung, eine zu klein dimensionierte Umwälzpumpe oder fehlende Filter könnten für das Algenwachstum ursächlich sein, werden von der für den Kurbetrieb zuständigen Dezernentin nicht bestätigt.

Der Mangel wird nun auf Kosten der Baufirma behoben. Die Wasserrohre werden ausgegraben, neue mit ausreichendem Gefälle verlegt. »Die Arbeiten werden jetzt erledigt, weil die Trinkkuranlage derzeit kaum besucht wird und das Becken nicht gefüllt ist. Sobald die Konzertsaison wieder beginnt, wäre das nicht mehr möglich gewesen«, erläutert Nell-Düvel.

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