13. Dezember 2018, 08:00 Uhr

Theater

Gemüsebowle mit Folgen in Ehringshausen

Das muss man als Laienspielgruppe erst mal bringen: Das letzte Stück wurde zehnmal vor ausverkauftem Haus gespielt, das Publikum war begeistert.
13. Dezember 2018, 08:00 Uhr
Es ist mehr als »Ein Dachschaden mit Zwischenfällen«, der das Publikum bei zehn Aufführungen der Laienspielgruppe in den vergangenen Wochen begeistert. (Foto: ek)

Es war mehr als »Ein Dachschaden mit Zwischenfällen«, der das Publikum bei zehn Aufführungen der Laienspielgruppe in den vergangenen Wochen begeisterte. Am Sonntag fiel der letzte Vorhang in dieser Aufführungsreihe, die erneut komplett ausverkauft war. Bereits im Vorfeld hatte sich diese Entwicklung abgezeichnet. Mit Beginn des Kartenvorverkaufs im Oktober waren einzelne Aufführungen binnen Stunden ausverkauft.

Nach mehr als drei Jahrzehnten, dies wird immer wieder deutlich, verfügt die Ehringshäuser Laienspielgruppe über einen hervorragenden Ruf und versteht es immer wieder, das Publikum herzerfrischend zu unterhalten. Schauplatz ist die Theaterklause, auf deren Bühne die Ereignisse regelmäßig ihren Lauf nehmen. Mit viel Leidenschaft und eindrucksvollem Talent bereiten die Akteure den Besuchern kurzweilige Abende.

Schwiegermutter ist Chefin im Haus

In der jetzt zu Ende gegangenen Spielreihe präsentierten die Akteure das Lustspiel »Ein Dachschaden mit Zwischenfällen«, ein Stück in drei Akten von Rudi Klos. Regisseur und Spielleiter Thomas Tomaschewski war es wieder gelungen, die Rollen der sieben weiblichen und fünf männlichen Akteure passend zu besetzen. Das Stück spielt in der Familie Beutelsbaker, in der sich Probleme häufen. Florian Beutelsbaker (Stephan Seipp) geht damit gelassen um, während seine Frau Doris (Andrea Falk) am Folgetag ihren Geburtstag feiern möchte und nicht nur dadurch etwas »unter Stress« steht.

Die unverkennbar heimliche »Chefin« im Hause Beutelsbaker ist aber Florians Schwiegermutter Melanie (Manuela Hohl), die auf ihre Art speziell mit ihrem Schwiegersohn immer wieder heftig aneckt. Die in der Folge im Hause auftauchende Nachbarin Frau Prell (Margot Peltzer), die entgegen erster Vermutungen weder senil noch anderweitig krank ist, ihre Schwester Frau Dillinger (Conny Habermehl) sowie deren Freundin Elvira Spitzig (Adina Kömpf) steigern das Chaos im Hause weiter. Aber auch die Freundinnen von Doris Beutelsbaker, Britta (Saskia Schultheiß) und Sonja (Johanna Gieß), sowie deren Verlobter Jörg (Frank Schmitt) tun ein Übriges, sodass die Verwirrungen nicht mehr aufzuhalten sind.

Schwiegermutter hängt an Garderobe

Ein ursprünglich als Gemüsebowle, die Gesundheit förderndes und für die Geburtstagsfeier von Doris, gedachtes Getränk erfährt ein kräftiges Aufpeppen durch Melanie, sodass der eine oder andere »Ausfall« vorprogrammiert ist. Dies betrifft auch die Heizungsmonteure der Firma Heck mit Firmenchef Heck (Dieter Wagner) und seinem Mitarbeiter Jakob (Eric Krumbein), genannt »Jackpot«. Am Morgen nach der wohl nicht ganz so berauschenden Geburtstagsparty öffnet sich der Vorhang zum dritten Akt und die Zuschauer können erahnen, was in der Nacht so alles geschehen ist. So wurde augenscheinlich das eine oder andere Glas geleert und Schwiegermutter Melanie hängt noch immer am Garderobenhaken, an den sie ihr Schwiegersohn platziert hatte.

Hoch motiviert gehen nun auch die Mitarbeiter der Firma Heck ans Werk und schafften es tatsächlich, Heizung und Dach zu reparieren, hatten doch die beiden Handwerker zu Melanie (Firmenchef Heck) und zu Britta (Jackpot) besondere Gefühle entwickelt. Alles sehr zur Freude des begeisterten Publikums, das nicht mit Szenenapplaus geizte. Während die Schwester von Frau Prell plante, mithilfe ihrer Freundin Elvira Frau Prell in eine geschlossene Anstalt einzuweisen, um endlich über deren Gelder zu verfügen, unterlief Max (Frank Ruhland), dem Mitarbeiter der Anstalt, ein weitreichendes Missgeschick. Er verwechselte Melanie mit Frau Prell und nahm Melanie mit in die Anstalt, von wo sie in der Folge von Schwiegersohn und dessen Freund Jörg wieder abgeholt wurde.

Nicht enden wollende Ovationen waren am Ende der verdiente Lohn für eine beeindruckende Leistung aller Akteure.

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