07. Dezember 2018, 08:00 Uhr

Schüler im Hörsaal

»Abendschule« Hainbach in Labor von Justus Liebig

»Abendschule« wird der lockere Gesprächskreis im Hainbacher Schützenheim scherzhaft genannt, wo man sich generationsübergreifend trifft. Jetzt unternahm man einen Ausflug nach Gießen
07. Dezember 2018, 08:00 Uhr
Ein Tagesausflug der »Abendschule Hainbach« führt in den historischen Hörsaal im Gießener Liebigmuseum. (Foto: pm)

Auch in diesem Jahr stand ein Tagesausflug der »Abendschule Hainbach« auf dem »Lehrplan«. Diese Mal ging es in die Universitätsstadt Gießen, wo man die ehemalige Kaserne des 3. Großherzoglichen Infanterie-Regiments und das spätere Laboratorium besuchte. Im historischen Hörsaal durften die Hainbacher auf den Lehrbänken Platz nehmen, auf denen schon die Herrn Oetker und Nestle saßen, die in Gießen die Wissenschaften der Chemie studiert hatten.

Unter der Leitung von Studiendirektor i. R. Eberhard Theophel tauchten die Abendschüler dann in Form einer Experimentalvorlesung in die Entdeckungen des bedeutendsten Chemikers des 19. Jahrhunderts, Justus Liebig, ein. In dieser sehr unterhaltsamen und lehrreichen Vorlesung konnte man sehr viel über das Leben und die Persönlichkeit des Wissenschaftlers sowie seinen Entdeckungen und Erfindungen anhand praktischer Vorführungen erfahren. Die Besucher waren sehr erstaunt, was Liebig zu seiner Zeit und unter den damaligen Gegebenheiten alles erfunden und entwickelt hat, beziehungsweise wie sich sein privates Leben gestaltete.

Früher hartes Studentenleben

Anschließend machte man einen gemeinsamen Rundgang durch die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten des Gebäudes, wie zum Beispiel das ehemalige Arbeitszimmer des Professors, die Apothekerküche, das pharmazeutische Labor und das Wägezimmer. Dabei lernte man viel über die technischen Möglichkeiten und die praktischen Gegebenheiten der damaligen Chemie.

Die Gruppe bedankte sich bei Eberhard Theophel für die tolle Exkursion sowie die schönen und sehr lehrreichen Stunden. Besonders beeindruckend fanden die Besucher auch die Unterrichtszeiten der Studenten und Auszubildenden des 19. Jahrhunderts. An sechs Tagen in der Woche ist jeder einzelne Tag von 6 Uhr Unterrichtsbeginn bis 22.30 Uhr mit dem Eintrag »zu Bett« durch getaktet gewesen.

Anschließend machten sich die Hainbacher auf den Weg in die »Badenburg« an der Lahn in Richtung Lollar. Im »kleinen Rittersaal«, in welchem sich schon die Gießener Studenten im 17. Jahrhundert eine Auszeit vom anstrengenden Studentenleben gönnten, ließ man diesen wunderschönen Tag bei leckerem Essen wie »Burgknochen« oder »Schippe Dreck« und einem brennend servierten Burggeist ausklingen.

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