19. November 2018, 08:00 Uhr

Straßenmeisterei

Der Winter kann kommen

Alle reden vom Klimawandel, einer Erwärmung. Aber die Vorbereitungen auf den Winter sind in diesem Jahr die selben wie immer: Die Salzlager sind gefüllt, die Räumschilde an die Lkw montiert.
19. November 2018, 08:00 Uhr
Die Salzlager sind gut gefüllt. (Foto: dpa)

Kreisstraßendezernent Dr. Jens Mischak besuchte kürzlich die Straßenmeisterei in Homberg. In den Vorjahren hatte der Erste Kreisbeigeordnete bereits die Meistereien in Lauterbach und Grebenhain besucht. Der Leiter der Verbundmeisterei Manfred Lang begrüßte Dr. Mischak auf dem Meistereigelände Homberg und erläuterte den Zuständigkeitsbereich und die Aufgaben der Meisterei. Seit nunmehr zwei Jahren ist Manfred Lang Leiter aller drei Meistereien im Kreis. Die positiven Erfahrungen aus dem abgeschlossenen Pilotprojekt der »Verbundmeisterei« haben gezeigt, dass sich das Modell zur Optimierung der Organisation des Betriebsdienstes bewährt hat. Sukzessive wird das Verbundmodell nun auf weitere hessische Straßenmeistereien ausgeweitet.

Es ist eine umfangreiche Dienstleistungspalette, die es von den 20 Mitarbeitern der Straßenmeisterei Homberg zu erledigen gilt, um zu gewährleisten, dass die Infrastruktur der Straßen in ihrem Zuständigkeitsbereich in einem guten Zustand bleibt. Die Kernaufgabe der Straßenmeistereien liegt im Bereich der Betreuung des Straßennetzes, verbunden mit Brückenarbeiten, Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Die Straßenmeisterei Homberg arbeitet eng mit den Kommunen Homberg, Kirtorf, Antrifttal, Alsfeld, Romrod, Gemünden, Mücke, Feldatal und Ulrichstein und den Forstämtern Romrod und Schotten zusammen.

1000 Kilometer werden geräumt

Zum komplexen Aufgabenbereich der Straßenmeisterei gehört auch der jetzt beginnende Winterdienst mit dem Räum- und Streudienst. Der zuständige Regionalbevollmächtigte von Hessen Mobil Schotten, Ulrich Hansel, versicherte, dass die Winterdienstkräfte auch in diesem Winter wieder alles daransetzen, die Mobilität und Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Kreisgebiet zu gewährleisten. Er erläuterte, dass im Kreis 24 Fahrzeuge im Einsatz sind, um die insgesamt etwa 1000 Kilometer, Bundes-, Landes- und Kreisstraße frei von Schnee und Eis zu halten. Auf Autobahnen wird grundsätzlich bei Bedarf rund um die Uhr alle zwei Stunden gestreut und alle drei Stunden geräumt. Auf Bundesstraßen von 6 bis 22 Uhr und auf Landes- sowie Kreisstraßen im gleichen Zeitfenster je nach Bedarf.

»Die Lager sind gefüllt, die Fahrzeuge sind optimal gerüstet, und die Straßenwärter stehen bereit. Die Straßenmeistereien im Vogelsbergkreis sind damit gut auf den Winter vorbereitet. Ginge es nach uns, hätte der Winter schon lange kommen können« zeigte sich Regionalbevollmächtigter Ulrich Hanselvon Hessen Mobil selbstsicher. Ein wichtiges Ziel der Einsatzkräfte ist es bis zum Einsetzen des morgendlichen Berufsverkehrs eine Befahrbarkeit der Straßen herzustellen. Befahrbarkeit bedeutet aber auch, dass für die Verkehrsteilnehmer dennoch mit Schneeresten oder stellenweise sogar geschlossenen Schneedecken beziehungsweise örtlicher Reif- oder Eisglätte gerechnet werden muss.

Möglichst wenig Salz

Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil eine computergesteuerte Streutechnik sowie hoch wirksames Feuchtsalz, das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter genügt ein Teelöffel – ein Vorteil für die Umwelt und die Steuerzahler.

Der Winterdienst von Hessen Mobil geht laut Manfred Lang über seine rechtlichen Verpflichtungen hinaus. So werden auch die Ortsdurchfahrten auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Durchfahrtsbetrieb mit geräumt und gestreut. Der Kreisstraßendezernent fügte hinzu, dass damit der Vogelsbergkreis auch rund 50 Kilometer Ortsdurchfahrten für seine Städte und Gemeinden kostenfrei räume und streue lasse.

Beim einem Rundgang über das Gehöft konnte sich Dr. Mischak ein Bild vom umfangreichen Fahrzeugpark der Straßenmeisterei machen. Auch die riesige Salzhalle wurde in Augenschein genommen.

Alle Verantwortlichen wünschen sich für die kommende Wintersaison keine extremen Wetterbedingungen und für alle Verkehrsteilnehmer sowie die Einsatzkräfte allzeit unfallfreie Fahrt.

»Einen wichtigen Beitrag dazu kann natürlich jeder Verkehrsteilnehmer selbst leisten, indem er sein Fahrzeug rechtzeitig auf Winterreifen umrüstet und die Fahrweise entsprechend anpasst. Die Einsatzfahrzeuge können unmöglich überall gleichzeitig vor Ort sein«, meinten Straßendezernent Dr. Jens Mischak und Bevollmächtigter Ulrich Hansel. Ein großes Anliegen für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge ist aber auch die Einhaltung der Durchfahrtsbreiten insbesondere in den vielen engen Ortsdurchfahrten. Der Winterdienst kann nur dann ordnungsgemäß erfolgen, wenn die Einsätze nicht durch parkende Fahrzeuge behindert werden.

Auch auf die Bildung der Rettungsgassen wird eindringlich hingewiesen: Wenn bei Schnee und Eis kein Vorankommen mehr möglich ist, müssen Autofahrer eine Gasse freihalten, damit Polizei, Rettungsdienste aber auch die Räumfahrzeuge ungehindert weiterfahren können. (Foto: Archiv)

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