07. September 2018, 22:01 Uhr

Mehr Sicherheit für Fußgänger

07. September 2018, 22:01 Uhr
Freigabe der Landesstraße in der Ortsdurchfahrt vor einer Mittelinsel im Bereich der Bushaltestelle. Sie dient Fußgängern als Querungshilfe und soll Autofahrer bremsen, die zu schnell unterwegs sind. (Foto: au)

»Die Straßenbauer haben Wort gehalten. Wenn wir die nicht geplante Winterpause abziehen, wurde die Bauzeit von dreizehn Monaten eingehalten.« Das sagte Ulrich Hansel, Regionalbevollmächtigter von Hessen Mobil, am Freitag bei der Freigabe der Landesstraße 3139 im Bereich der Ortsdurchfahrt. Mit Bürgermeister Edwin Schneider und weiteren Beteiligten wurde ein rot-weißes Band durchschnitten. Mit den umfangreichen Bauarbeiten wurde im Frühjahr 2017 begonnen. Der Fahrbahnaufbau entsprach nicht mehr den Anforderungen. Es waren zahlreiche Fahrbahnschäden wie Netzrisse und Verdrückungen sowie Aufbrüche festgestellt worden. Im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme des Landes und der Stadt wurde die Schottener Straße daher auf einer Länge von 600 Metern ausgebaut. Ferner wurden die Gehwege erneuert. Weil es jetzt rechts und links Gehwege gibt, haben die Fußgänger deutlich mehr Sicherheit.

Dabei wurden auch die Belange behinderter Menschen berücksichtigt. Zusätzlich entstand eine Querungshilfe in der Ortsmitte auf Höhe der vorhandenen Bushaltestelle. Die Entwässerung wurde über eine neue Rinnenanlage mit Regenabläufen verbessert.

Die Stadt ließ die Wasserleitung sowie Teilbereiche des Kanalnetzes erneuern. Durch den Einbau von Leerrohren wurde die Grundlage für eine spätere Verlegung von Glasfaserleitungen geschaffen. Die Umsetzung der umfangreichen Baumaßnahme erfolgte in verschiedenen Abschnitten. So konnte der Anlieger- und Anwohnerverkehr bis auf wenige Ausnahmen weitestgehend aufrechterhalten bleiben. Auch während der witterungsbedingten Winterunterbrechung konnte der Bereich befahren werden.

Darüber hinaus unterstützte das Land die Stadt mit Zuwendungen zur Förderung der Verkehrsinfrastruktur. Hansel dankte dem Land für die Bereitstellung der Mittel, der Stadt für die gute Zusammenarbeit und dem Ingenieurbüro Müller.

Dank ging auch an die Firma Caspar für die gute Arbeit sowie die Flexibilität. Sein Fazit: »Rebgeshain ist schön geworden und die Bürger können sehr zufrieden sein.«

Bürgermeister Edwin Schneider meinte: »Was lange währt, wird endlich gut«, denn ein erster Förderantrag für die Erneuerung der Gehwege sei 1995 gestellt worden. 2009 habe die Stadt die Mitteilung erhalten, dass die Ortsdurchfahrt in den »nächsten Jahren« erneuert werde. Schneider dankte allen Verkehrsteilnehmern für ihre Rücksichtnahme und insbesondere den Anwohnern für ihr Verständnis hinsichtlich der Einschränkungen und Behinderungen.

Zu letzterem waren von Ortsvorsteher Gerhard Rausch Ausführungen zu hören, die er bei Diskussionen mit uneinsichtigen Pkw- und Lkw-Fahrern auf den für den Umleitungsverkehr gesperrten Innerortsstraßen erlebt hat. Selbst Kontrollen durch die Polizei hatten manche Fahrzeugführer nicht abgeschreckt, vermeintliche Schleichwege zu nutzen. Dank ging abschließend von Edgar Caspar von der bauausführenden Firma an die Anwohner, mit denen man eine sehr gute Zusammenarbeit hatte.

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