01. September 2018, 13:00 Uhr

Erz-Art

Noch zwei Wochen Kunsterlebnis in Mücke

Der Wanderweg Erz-Art 4 ist in Mücke noch bis zum 15. September zu begehen. Dort wartet allerlei Kunst am Wegesrand.
01. September 2018, 13:00 Uhr

Noch bis 15. September können Interessierte den Kunstwanderweg Erz-Art 4 begehen. Zahlreiche Kunstwerke warten entweder direkt am Kunstturm oder am Wegesrand. Wir stellen hier einige Beispiele vor. Ortrud Sturm, deren Holzskulptur mit dem Titel »auf 2« markiert scheinbar den Eintritt in das Waldstück hinter dem Turm. Den Stamm eines 40 Jahre alten Mammutbaumes hat sie »auf zwei« Teile gemacht. Verschiedene geometrische Formen und die Bearbeitung mit roter Farbe bilden eine Spannung, die bei genauerem Hinsehen ein Zusammengehörigkeitsgefühl sichtbar werden lässt. Eine weitere Arbeit dieser Künstlerin ist am Ende der Ausstellung in der Lagerhalle zu sehen.

Drei Künstlerinnen haben ihre Arbeiten am und im Kunstturm selbst platziert. Die Steinbildhauerin Regina Schnersch zeigt mit ihrer Basaltsteinskulptur »Side by Side« gewissermaßen das Innere des Basalts, den sie im Basaltwerk in Ober-Ohmen gebrochen hat. Ihre Bearbeitung dieses Gesteins ermöglicht dem Betrachter eine neue Sicht darauf – es seien wunderbar bewegte, malerische Formen wahrzunehmen, so Bunte, der auf vier weitere Arbeiten Schnerschs im Bahnhof verweist. Die Künstlerin Christine Wigge hat sich für ihre serielle Installation im Turm von einer Fotografie aus der Geschichte des Erzabbaus inspirieren lassen. Die Knopfleisten der Bergmanns-Ausgeh-Uniform hat sie aus dem Bild herausgelöst und isoliert an die Wand gebracht. Damit relativiert sie alle anderen raumfassenden Elemente der Fotografie, darunter auch ein Hakenkreuz. Gleichzeitig schafft sie Strukturen zum Weiterdenken, wie Bunte ausführte.

 

Blüten in der Landschaft

 

Wie gehauchter Atem, transluzent, durchscheinend, wirken die Farben, die Christine Dahrendorf auf die Glasscheiben des Kunstturms aufgebracht hat. Aufgetragen auf weißem Molkegrund sind drei hauchdünne Schichten wasserlöslicher Farben, deren Erscheinungsbild mit dem Licht wechselt und somit auch den Turm und die anderen Werke dort in verändertes Licht taucht.

Raum für Assoziationen geben die Objekte, die Monika Bodenmüller in einer Holzkiste auf der ersten Etappe des Weges ausstellt. Unterschiedlich in Farbe, Form und Oberfläche, regen sie den Betrachter zu Nachforschungen über ihren Ursprung an: Wer könnte sie wo gefunden haben? Und was sind sie eigentlich? Und in welchem Bezug stehen die Fund- oder Sammelstücke zu dem Erz, das hier früher gefunden und gesammelt wurde? Auch Bodenmüller zeigt eine weitere Installation in der Lagerhalle.

Auf dem Weg, als Teil der sie umgebenden Natur, findet sich die »Serpentinata« des Künstlers Evangelos Papdopoulos. Intuitiv bietet die Figur aus Holz und Baugipsplatten Anlass, der Fantasie freien Raum zu lassen. Sie kommuniziert mit ihrer Umgebung, und lädt ein, begangen und erlebt zu werden, wie Bunte anregte.

»Blühenden Landschaften« – schon allein der Titel lässt Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Die Malerin Sabine Hunecke schmückt die Mücker Landschaft mit Blüten der digitalen Vernetzung. Mit dem Bezug zu dem, was wir dafür der Erde heute entnehmen, Rohstoffe wie Silicium beispielsweise, schafft sie eine Verbindung zu dem, was einst hier entnommen wurde. Einen Verweis auf die Erzgewinnung liefert auch ein Rohr, das genau an diesem Ort als Zeuge früherer Aktivitäten aus der Erde ragt. (Fotos: pm)

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