28. August 2018, 05:00 Uhr

Brückenbau

2019 kommt neue Brücke in Homberg an Pletschmühle

28. August 2018, 05:00 Uhr
Bürgermeisterin Claudia Blum an der Baustelle. (Foto: pm)

Da war doch was? Sollte die Brücke nicht schon längst neu sein? Das fragten sich dieser Tage wieder viele Homberger, als es an der Behelfsbrücke an der Pletschmühle eine Umleitung gab. An der seit etlichen Jahren existierenden Behelfsbrücke waren Reparaturarbeiten nötig. Nun meldet Bürgermeisterin Claudia Blum, dass es 2019 mit dem Bau einer neuen Brücke losgehen soll. Doch es sind noch einige Hürden zu nehmen.

Als erste Diensthandlung nach ihrem Urlaub machte sich Blum am Freitag ein Bild von den Reparaturarbeiten an der Behelfsbrücke im Mühltal und stellte fest, dass die Mitarbeiter des Bauhofs in einer Woche die Reparaturarbeiten so weit abschließen konnten, dass die Brücke rechtzeitig vor dem Wochenende wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. »Das ist eine tolle Leistung des Bauhofs.« In dieser Woche werden noch kleinere Restarbeiten wie der seitliche Rammschutz ausgeführt. Die Arbeiten wurden notwendig, weil der Besichtigungstermin des Ingenieurbüros ergeben hatte, dass die tragende Holzbalkenlage auf den Stahlträgern des Überbaus zum Teil stark verfault bzw. vermodert war. Die Brücke ist bereits seit Längerem durch Stahlplatten verstärkt.

Brücke auf 20 Tonnen abgelastet

Die Brücke weist Schäden auf, die zum Tragverlust führen. Blum: »Dieser Tragverlust ist der Grund für die Beschränkung der Brückenbelastung auf 20 Tonnen, die als sofortige Maßnahme umgesetzt wurde.« Damit und mit der Erneuerung des Holzüberbaus und regelmäßigen Besichtigungen folge man den Empfehlungen des Sachverständigen. Der Neubau der Brücke ist für das Jahr 2019 geplant. Im Haushaltsplan ist dafür ein Betrag von 1,3 Millionen Euro angesetzt. »Bis zum Bau sind aber noch einige Hürden zu nehmen«, erläutert Blum und weist auf das Bauleitplanverfahren und die Finanzierung hin. »Die Brücke beschäftigt die Gremien seit Jahren. In dieser Zeit wurden verschiedene Varianten geprüft und beraten und erst jetzt ist mit dem Programm der Hessenkasse eine Finanzierung in Sicht«, so Blum. Der Zuschussantrag muss in diesem Jahr gestellt werden, die Förderrichtlinie liege jedoch erst im Entwurf vor und sei noch nicht veröffentlicht. Sofern dem Antrag entsprochen werde, sei mit einem Zuschuss von 90 Prozent zu rechnen, der frühestens 2019 ausgezahlt werden kann. Parallel werde an der Änderung des Bebauungsplans gearbeitet. »Wenn die städtischen Gremien die Beschlüsse fassen, steht dem Neubau der Brücke nichts mehr im Wege.« (Fotos: pm)

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