20. August 2018, 20:01 Uhr

Man muss mit allem rechnen

20. August 2018, 20:01 Uhr
Der Nieder-Ohmener Tobias Reitz (r.) ist einer der Akteure bei Phönixallee. (Foto: Archiv)

Das Impro-Fieber geht wieder um. Anfang September kommen die charismatischen Bühnenhelden vom Improvisationstheater Phönixallee wieder nach Oberhessen. Und diesmal gibt’s eine Premiere und zwei Jubiläen zu feiern... Wer die Künstler des Düsseldorfer Improtheaters Phönixallee einmal erlebt hat, weiß, dass auf einer Bühne alles möglich ist – auch das, was zunächst unmöglich scheint. Zwölfmal in sechs Jahren haben die Darsteller ihr Talent im Nieder-Ohmener Aquariohm schon unter Beweis gestellt. Zu ihrem siebten Besuch erweitern sie nun zum ersten Mal ihren Wirkungskreis. Im Grünberger Seminarhotel Jakobsberg wird die Phönixallee nämlich am Freitag, dem 7. September, an einem Impro-Krimi-Dinner unter dem Motto »Köstlich & schaurig« mitwirken. Das viergängige Menü bereitet das Team von Veranstalterin Cathrin Hofmann zu. Zwischen den Gängen sorgt die Phönixallee mit einem nach den Vorgaben der Gäste gestrickten Impro-Krimi für knisternde Spannung und beste Unterhaltung. »Die Gäste werden beim Krimi-Dinner besonders stark in den Ablauf des Abends eingebunden. Zwischen den einzelnen Gängen lauern immer neue Aufgaben«, erklärt Phönixallee-Darsteller Thomas Mesmer, der das Format gemeinsam mit seinen Bühnenkollegen erarbeitet hat.

Am Samstag dann wird es Zeit für ein großes Jubiläums-Feuerwerk im Show-Format: »10 Improtheater Phönixallee – Die Jubiläumsshow«. Für die Phönixallee ging im April 2008 alles los, als das Ensemble zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne des Düsseldorfer Theatermuseums stand. Das Jubiläum wird in diesem Jahr natürlich ausgiebig gefeiert – auch im Aquariohm. Umrahmt wird die Jubiläumsshow mit der Livemusik von Comin’ Friday. Die Gederner Band hatte ihren ersten Auftritt beim Gastspiel der Phönixallee im Herbst 2014. Die Brüder Christoph und Tobias Reitz, die den beiden Ensembles angehören, stammen aus Nieder-Ohmen und freuen sich wie jedes Jahr aufs »Heimkommen«.

Tobias Reitz gehört zu den Gründungsmitgliedern des Improtheaters Phönixallee. Seit 2000 lebt der 38-Jährige in Düsseldorf. »Der Draht zum Dorf ist immer geblieben«, strahlt er, »früher war ich Teil des Singkreises und des Zeltlager-Teams, heute spiele ich eben Improtheater. Wie schön, dass mich das nach Nieder-Ohmen zurückgebracht hat!« Sein Bruder Christoph Reitz lebt in Gedern. Mit Comin’ Friday hat er eine überregional beachtete Band mitgegründet, zu der übrigens auch sein ältester Sohn Erik (17) gehört. Die Auftritte im Aquariohm gehören auch für ihn zu den Highlights des Bühnenjahrs. Während die Band rockt, haben die Fans das ganze Schwimmbad für sich, Mitternachtsschwimmen inklusive.

Wie gut das Ganze ankommt, zeigt sich unter anderem daran, dass das Nieder-Ohmener Impro-Festival schon in sein siebtes Jahr geht und die diesjährige Show die 13. (!) dieser Art sein wird. Wie alle vorherigen wird sie wieder organisiert vom Förderverein des Aquariohm in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Singkreis Nieder-Ohmen. Die Leitung haben Heike und Thorsten Reichel. »Das Abenteuer Improtheater hat uns gepackt«, sagen sie. »Nachdem wir im ersten Jahr keine Ahnung hatten, was uns erwartet, und im zweiten Jahr schon beide Abendshows so gut wie ausverkauft waren und vor allem sämtliche Besucher riesigen Spaß hatten, war für uns klar: Wir machen weiter!«

Gefragt, was hat das Ensemble in den vergangenen zehn Jahren auf die Bühne gebracht, grinsen sich die Darsteller an. »Was auch immer das Publikum sich gewünscht hat«, sagt Ur-Phönix Christina Arnold. Und Nele Weber ergänzt: »Herzzerreißende, urkomische, aberwitzige und skurrile Szenen und Geschichten – auf Zuruf durch alle denkbaren Genres, Gefühle und Formate gejagt!« Auf der Impro-Bühne kann schließlich alles vorkommen: Ein Horrorfilm über eine Handlungsreise nach Lübeck, ein Kinderlied im Grönemeyer-Stil oder ein Thermomix-Verkaufsabend im wilden Westen. Die Spieler fragen das Publikum nach Vorgaben und setzen das, was sie gesagt bekommen, blitzschnell auf der Bühne um. Geprobt werden kann nichts – alles geschieht im Moment. Wie im wahren Leben. Bloß lustiger.

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