15. August 2018, 11:55 Uhr

Bock-Stiftung

Hilfe für den Start ins Leben in Homberg

Ausbildung ist das A und O für einen guten Lebensweg. Davon sind die Homberger Monika und Dieter Bock überzeugt. Deshalb unterstützen sie Kinder, denen Eltern und Schule nicht helfen können.
15. August 2018, 11:55 Uhr
Sie sind sehr zufrieden nach zehn Jahren Stiftungsarbeit (v.l.): Gesamtschulleiter Carsten Röhrscheid, Grundschulleiterin Eva Sartorius, die Stifter Monika und Dieter Bock sowie die Unterstützten Stephanie Manns und Lorena Löchel. (Foto: Koob)

Tue Gutes und sprich darüber: Für Monika und Dieter Bock hätte es keinen schöneren Anlass geben können, Menschen an ihrem Tisch zu versammeln. Denn seit zehn Jahren sind sie es, die mit ihrer Stiftung Kindern den Weg ebnen – hin zu Bildung und Zukunft. Davon berichteten sie jetzt Pressevertretern, Vorstandsmitgliedern, Stipendiaten und Schulleitern. »Es ist eine Freude, dieses Ziel der Stiftung zu erfüllen«, sagte Dieter Bock, der gemeinsam mit seiner Frau vor zehn Jahren die Idee in die Realität umsetzte, jungen Hombergern und jenen aus den umliegenden Gemeinden Hilfe für den Start in ein gutes Leben zu geben. »Wir haben selbst keine Kinder, aber das Schicksal hatte es gut mit uns gemeint«, erinnert sich jetzt Dieter Bock, »und wir sind der Überzeugung, dass unsere Gesellschaft nur dauerhaft funktionieren kann, wenn möglichst viele Menschen Verantwortung dafür übernehmen.«

Schnell erfüllten sie diesen Gedanken mit Leben, denn schon 2009 wurde an der Homberger Ohmtalschule das »Cambridge Certificate« erstmals angeboten. Dieses international anerkannte Testat für die Fremdsprache Englisch bietet größere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Die Stiftung finanzierte Lernmaterialien und auch Prüfungskosten – wenn die Eltern diese nicht übernehmen konnten. Für Carsten Röhrscheid, Schulleiter der Homberger Ohmtalschule, ein wahrer Segen, denn »diese Arbeitsgemeinschaft ist eine Form der Begabtenförderung.« Im laufenden Schuljahr konnten so beispielsweise eine Realschülerin und drei Gymnasiasten das Zertifikat erhalten. »Das ist eine sehr gute Vorbereitung insbesondere für die Oberstufe«, betonte der Schulleiter.

 

Kostenfreie Hausaufgabenbetreuung

 

Auch an der Grundschule freute man sich in den vergangenen Jahren über die Zuwendungen der Stiftung. Im Anschluss an den regulären Unterricht wird den Kindern dort eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. »Das ist, auch weil es kostenfrei ist, besonders für Kinder hervorragend, die Defizite haben, aber auch mangelnde Betreuung zu Hause«, erläuterte Schulleiterin Eva Sartorius. Bereits seit sieben Jahren übernimmt die Stiftung die Kosten für das Angebot, das helfen kann, den Sprung in die fünfte Klasse leichter zu schaffen. »Die Kooperation mit Eva Sartorius und ihrem Vorgänger Armin Sann ist und war ausgezeichnet«, lobten Monika und Dieter Bock, die zugleich die umfassende administrative Herausforderung erläuterten, welche eine Stiftung mit sich bringt.

Den rückläufigen Zinssätzen in den letzten Jahren passende Strategien entgegen zu setzen, war sicherlich eine der größten. Daher zeigten sich die Stifter erfreut darüber, dass viele Spendengelder eintrafen, die gezielt eingesetzt werden konnten. »Das Gute an unserer Stiftung ist ja, dass sie von hier für hier ist«, sagte Dieter Bock. Geld würde nicht in Verwaltungskosten versickern, sondern werde nachvollziehbar direkt für die Kinder und Jugendlichen eingesetzt.

 

Leistungsnachweise wichtig

 

Davon profitieren derzeit auch zwei junge Menschen, deren schulische Ausbildung sie bereits in die Hochschule geführt hat. Seit zwei Jahren unterstützt die Stiftung Lorena Löchel, die Soziologie und Wirtschaftswissenschaften an der TU Darmstadt studiert. Die 20jährige ist zielstrebig, die Erfolgskontrollen seitens der Stiftung meisterte sie bisher ohne Probleme. »Der Nachweis ist uns wichtig«, betont Dieter Bock, »egal ob beim Zertifikat oder dem Sprung von der vierten in die fünfte Klasse.« Mit Florian Beutel aus Ober-Ofleiden kam im vergangenen Jahr ein zweiter Stipendiat dazu. Auch er studiert an der TU Darmstadt. Zwei Bewerber stehen derzeit in der Auswahl für die Förderung 2018. »Wir erhalten immer viele Bewerbungen«, berichtet Dieter Bock.

Auch für sie geht die Stiftung neue Wege. »Anlässlich des Stadtfestes haben wir einen Stand gemeinsam mit den Fußballern von der Germania Homberg, und am Weihnachtsmarkt findet man uns in der Becker-Scheune«, berichtet Monika Bock, die zugleich betont, dass »wir dennoch jeden Euro mindestens zweimal umdrehen.« Dennoch möchte man weiter investieren: in Förderung der Schüler, in Stipendien und in den Ausbau der Internetpräsenz und der Netzwerke. Den zehnten Geburtstag wird man im März 2019 begehen und gemäß dem Motto »Viel Kulturelles – wenig Reden« ausrichten.

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