12. August 2018, 20:46 Uhr

Stadtfeuerwehrtag

Spektakuläre Aktion in Homberg mit Unfall und Brand

Da hatten die Schaulustigen was zu sehen in der Marktstraße / Frankfurter Straße: 58 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK meistern eine anspruchsvolle Großübung.
12. August 2018, 20:46 Uhr
Eindrucksvoll verläuft das Bergen der Autoinsassen nach dem Zusammenstoß mit einem Stapler. (Foto: eva)

Brandeinsatz und Verkehrsunfall in der Innenstadt. Aus nicht geklärter Ursache kam es in dem eng bebauten Gebiet der Marktstraße / Frankfurter Straße zu einem Gebäudebrand. Mehrere Personen wurden vermisst. Abgelenkt durch das Brandgeschehen und infolge starker Rauchentwicklung, kollidierte kurze Zeit später ein Gabelstapler, der auf der Frankfurter Straße in Richtung Kreisel unterwegs war, mit einem mit drei Personen besetzten Pkw, der gerade den Parkplatz an der Metzgerei Haupt verlassen wollte. Dabei wurden die Insassen im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Der Fahrer des Radladers, unter Schock stehend, entfernte sich von der Unfallstelle und wurde vermisst. Die Feuerwehren Homberg Mitte, Nieder- und Ober-Ofleiden sowie die DRK-Bereitschaften Homberg und Mücke wurden um 14 Uhr durch die Leitstelle mittels Sirenen und Funkmeldeempfänger informiert und trafen nach kurzer Zeit am Einsatzort ein.

Glücklicherweise war dies alles nur die Ausgangslage einer spektakulären Übung, die unter der Einsatzleitung von Hombergs Wehrführer Daniel Müller und dessen Stellvertreter Stefan Seibert im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages am Freitagabend in der Innenstadt stattfand.

Autodach weg geschnitten

Unter den Augen von Stadtbrandinspektor Thomas Stein und dessen Stellvertretern Sandro Wittig und Jens-Uwe Rieß sowie Bürgermeisterin Claudia Blum und einer bemerkenswert großen Zuschauerzahl, demonstrierten die Einsatzkräfte erfolgreich, dass sich die Bevölkerung im Ernstfall auf sie verlassen kann. Als Zielvorgabe stand neben der Menschenrettung aus dem brennenden Haus, dem Aufbau einer Wasserversorgung aus Hydranten und der direkten Brandbekämpfung, vor allem auch das Bergen der eingeklemmten Personen aus dem demolierten Fahrzeug, wobei der Fahrer des Pkw durch einen Dummy dargestellt war.

Nach dem Entfernen der Seitenscheibe wurden zunächst mit dem hydraulischen Spreizgerät die Fahrer- und die Beifahrertür entfernt. Während der Befreiungsaktion wurden die sichtlich unter Schock stehenden Verletzten von DRK-Helfern betreut. Die Zuschauer konnten Schritt für Schritt die Vorgehensweise der technischen Hilfeleistung, die letztlich erst mit der Entfernung des Autodaches zur Befreiung der Verletzten führte, mitverfolgen. Zum Glück konnte inzwischen auch der Fahrer des Radladers, der im Schock umhergeirrt war, von Feuerwehr-Einsatzkräften am Kindergarten Friedrichstraße gefunden und dem DRK übergeben werden.

Zuschauer säumen das Übungsareal

Nur ein paar Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte auch am Brandort ein, begannen umgehend unter Atemschutz mit der Bergung der Verletzten, die zum Teil auch über eine Leiter aus dem Obergeschoss erfolgen musste, stellten die Wasserversorgungen her und führten, auch unter Einsatz der Drehleiter, Löschangriffe von der Frankfurter Straße und der Marktstraße auf das brennende Gebäude durch.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung im Festzelt am Feuerwehrstützpunkt, lobte Stadtbrandinspektor Thomas Stein die Großübung. Wehrführer Daniel Müller und Bertram Friedrich gingen in ihren Ansprachen kurz auf das Übungsszenario ein, das in einer knappen Stunde abgearbeitet worden war. Sehr erfreut war man seitens der Feuerwehrführung über die große Zuschauerzahl, die das Ganze mit reichlichem Interesse verfolgt hatten.

Sie sei beeindruckt gewesen von dem umfangreichen Szenario, bei dem Feuerwehr und DRK ihre Einsatzstärke unter Beweis gestellt hätten, sagte Bürgermeisterin Claudia Blum. Vor allem habe sie auch die Rettung aus dem Fahrzeug und der Einsatz und die Funktionalität der dazu benötigten Gerätschaften interessiert. Eine Großübung sei immer eine beeindruckende Darstellung dafür, dass Homberg leistungsfähige Feuerwehren habe. Das mache sie stolz und sei auch gleichzeitig der Zeitpunkt, für den ehrenamtlichen Einsatz zu danken. Sie hoffe, dass der nachfolgende Fassanstich zur offiziellen Eröffnung des Stadtfeuerwehrtages auch so gut klappe wie die Übung. Doch da hatte sie sich ganz umsonst Gedanken gemacht, denn nur mit einem Schlag gelang es ihr unter dem Beifall der Gäste, den Hahn richtig zu platzieren und das Fass fürs Stadtfest zu öffnen.

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