26. Juli 2018, 18:41 Uhr

Zeit für den Sommerschnitt

26. Juli 2018, 18:41 Uhr
Von Fachwart Manfred Schlosser können die Teilnehmer des Schnittlehrganges viel Neues lernen. (Foto: hso)

Obstgehölze können im Sommer und im Winter geschnitten werden. Für viele Obstsorten ist der Sommerschnitt eine wichtige Pflegemaßnahme und er bietet den Vorteil der besseren Wundheilung gegenüber dem Winterschnitt. Dies und viel mehr erfuhren die interessierten Teilnehmer des Sommerschnittlehrganges, zu dem der Obst- und Gartenbauverein Groß-Felda in die »Lippeheck« am Ortsrand von Groß-Felda eingeladen hatte.

Ein Schwerpunkt war die Veredlung von Obstgehölzen. Unter fachkundiger Anleitung von Fachwart Manfred Schlosser konnten die Teilnehmer viel Neues lernen und selbst Hand anlegen. Der Sommerschnitt gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen eines Baumes, da durch ihn das Wachstum des Baumes reguliert wird. Geschnitten wird, um im nächsten Jahr einen besseren Blütenansatz zu bekommen und um in diesem Jahr bessere Früchte zu bekommen. Deshalb sei es wichtig, bei voll hängenden Apfelbäumen eine Fruchtausdünnung vorzunehmen.

Bei kurzstieligen Sorten wie Goldparmäne, Cox Orange, Renette und Berlepsch solle möglichst jede Frucht einzeln hängen. Bei langstieligen Sorten können zwei Früchte nebeneinander hängen. Dichtere Fruchtbüschel bei Äpfeln, Birnen und Pfirsichen sind auf jeden Fall auszudünnen. Vorrangig werden zu kleine, unterentwickelte, schlecht gefärbte, schorfkranke und wurmige Früchte entfernt. Hier gelte die Faustregel, dass die Früchte eine Faustbreit Platz haben sollten. Man erreiche dadurch eine gute Qualität des Apfels und einen besseren Geschmack.

Der ideale Zeitpunkt für den Sommerschnitt ist laut Schlosser die Zeit von Mitte Juli bis August, wenn das Triebwachstum abgeschlossen ist und neue Blütenknospen für das nächste Jahr angelegt werden. Bei dem Sommerschnitt werden vor allem die senkrechten und nach innen wachsenden Triebe entfernt. Dabei sollte aber nicht zu viel aus der Krone heraus kommen. Weiterhin findet in der Krone eine bessere Belüftung statt, die den Pilzbefall, durch schnellere Abtrocknung nach Regen, verringert. Außerdem können durch mehr Licht die Früchte besser ausreifen. Man sollte aber darauf achten, dass dabei nicht zu viele Triebe entfernt werden.

Bei stark wachsenden Apfel- und Birnensorten sollten besonders die aufrecht wachsenden Wasserschosse entfernt werden. Ein großes Interesse fand bei den Besuchern das Veredeln. Schlosser zeigte verschiedene Veredlungsarten wie die Okulation, die Chip-Veredlung, die Kopulation und Geißfuß und die Rindenpfropfmethode.

Danach ging es noch in die Obstbaumplantage, wo an dem einen und anderen Baum Schnittmaßnahmen vorgenommen wurden. Vorsitzender Alwin Werth vom Obst- und Gartenbauverein Groß-Felda bedankte sich bei Fachwart Manfred Schlosser und lud alle Anwesenden noch zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ein.

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