27. Juli 2018, 08:00 Uhr

Wasser

Ulrichsteiner Bürgermeister ist stinksauer

Ziemlich sauer ist Ulrichsteins Bürgermeister Edwin Schneider. »Die Frankfurter sollen mit Vogelsberger Trinkwasser die Bäume gießen und wir haben hier oben keines«.
27. Juli 2018, 08:00 Uhr

Von Kerstin Schneider , 1 Kommentar
In Frankfurt sollen die Bäume gegossen werden, während in Ulrichstein Trinkwasser fehlt. (Foto: dpa)

Es geht wieder einmal um das Thema Wasser, das die Stadt und ihre Bürger schon sehr lange umtreibt. Schneider teilte gestern mit, er habe gerade wieder im Radio gehört, dass die Stadt Frankfurt ihre Bürgerinnen und Bürger dazu aufruft, die Bäume in Frankfurts Innenstadt zu gießen. Daraufhin schrieb er eine wütende E-Mail an die Frankfurter Stadtverwaltung. Das mit dem Wasser sei sicher bei der anhaltenden Trockenheit für die Bäume eine gute Idee um zu überleben. Nur solle man sich überlegen, woher das Wasser aus den Frankfurter Trinkwasserleitung kommt, nämlich aus dem Ried, dem Burgwald und ein großer Teil auch aus dem Vogelsberg. »Bei uns in Hessens höchstgelegener Stadt Ulrichstein herrscht derzeit aufgrund der seit Wochen anhaltenden Trockenheit Trinkwassermangel«.

Denn die für Wasserversorgung der Kernstadt zuständigen Schürfquellen im Oberwald bringen seit Wochen nicht mehr genügend Wasser, um die rund 1000 Einwohner von Ulrichstein mit Trinkwasser zu versorgen. Deshalb muss schon seit dem 29. Juni Wasser mit Tankwagen aus anderen Orten herangefahren werden (die AAZ berichtete). Täglich müssen angesichts der herrschenden Hitze und Trockenheit derzeit vier bis fünf Fuhren, das sind 52 bis 65 Kubikmeter, Trinkwasser in den Hochbehälter gefüllt werden. Das bedeutet Kosten von 500 Euro am Tag. »Da dies für unsere kleine Stadt ein hoher finanzieller Aufwand ist, wurde die Bevölkerung aufgefordert, Wasser zu sparen,« so Schneider. Es sollen keine Gärten bewässert, Autos gewaschen und keine Bäume gegossen werden. Wenn er dann höre, dass das gute Vogelsberger Wasser in Frankfurt genutzt wird, um die Bäume zu gießen, dann treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht. Die Frankfurter sollten das gezapfte Trinkwasser lieber nach Ulrichstein bringen, um es in den Hochbehälter zu schütten. Dann würden auch unsere Menschen mit ausreichend Wasser versorgt werden können.

Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig äußerte laut "Hessenschau" Verständnis für Schneider, man könne aber nicht zuschauen, wenn in Frankfurt die Bäume vertrocknen.  Rund 200000 Bäume gibt es in der Stadt.  Im Rhein-Main-Gebiet werden derzeit pro Tag rund 370000 Kubikmeter Wasser verbraucht, meldete die "Frankfurter Rundschau."  Das ist Rekord in diesem Jahr.

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