25. Juli 2018, 20:53 Uhr

Hotels warten auf geflügelte Gäste

25. Juli 2018, 20:53 Uhr
Die Kinder beim Bau ihres »Bienenhotels«. (Foto: hso)

Ist das Feldatal nun das Insektenfreundlichste Dorf im Vogelsbergkreis oder gar in Hessen? Anlass zu dieser Annahme könnte das Ergebnis des Ferienspielangebotes des Knuts Hut Clubs (KHC) geben. Keiner hatte damit gerechnet, dass sich fast 50 Kinder anmelden würden. Ein logistisches Problem für den Ausrichter, aber Vorstand und Mitglieder lösten auch dieses in der dem Verein bekannten Art.

Ziel war es, Insektenhäuser zu bauen, die am Ende von den Kindern mit nach Hause genommen werden konnten. Lena Stein hatte diese Idee und traf damit bei den Kindern voll ins Schwarze.

Von der Naturschutzjugend (NAJU) Hessen hatte sich Lena Stein Tipps und Tricks für die rund 50 Hotelgründer geholt, damit jedes Kind ein Wildbienen-Hotel mit Parkanlage bauen konnte. Timo Wagner begrüßte die Teilnehmer zunächst im Trainingsraum, wo auch ein Lehrfilm über Insekten angeschaut wurde. Acht Gruppen wurden gebildet, die jeweils den Namen einer Wildbiene trugen. Jedes Kind erhielt dann seinen Bausatz für das Insektenhotel. Diese Bausätze waren vorbereitet worden, beim Bau gab es Hilfestellungen. Überall auf dem Hof vor dem Vereinsheim hämmerte es und summten die vielen Akkuschrauber und Bohrmaschinen. Nach und nach entstand so der »Rohbau« des Hotels. Nun galt es die Wohnungen für die Insekten einzurichten. Laubbaumscheiben unterschiedlicher Größe und runde Holzstücke wurden in der Rückwand fixiert und in diese wurden Löcher als Nistmöglichkeiten gebohrt. Die entstehenden Hohlräume zwischen den Scheiben und Hölzern wurden mit hohlen Bambusröhrchen fixiert. Das Dach wurde noch gegen Regen geschützt und schon war das »Hotel« fertig.

Dank galt der Schreinerei Wendsch aus Groß-Felda, Förster Gerhard Dymianiw und der Dachdeckerfirma Merz aus Meiches, die das Baumaterial spendeten. Zwischen der Baumaßnahme führte Lena Stein immer eine Gruppe in ihren benachbarten Garten. Sie zeigte und erläuterte den Kids verschiedene Bienenarten und deren Nester. So lebt die Schneckenhausbiene in einem Schneckenhaus, die Sandbiene in einem Topf mit Sand, die Mauerbiene in den Ritzen einer Trockenbaumauer, Honigbienen in einem natürlichen Bienenstock und andere Wildbienen in Baumstämmen.

Stein betonte, dass die »Profi-Bestäuber« in Deutschland stark bedroht sind. Ohne sie und andere Insekten wie Honigbienen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge wären die Blumenwiesen nicht mehr so bunt, im Sommer gäbe es keinen Erdbeerkuchen und im Herbst keine Äpfel mehr. Am Ende der ganzen Aktion wurde den Kindern noch erklärt wo und wie man sein Insektenhotel richtig aufhängt. Jeder bekam noch ein Tütchen Samen namens »Knuts Bienenweide« für die Anlage eines kleinen Biotops daheim. Das fertige »Hotel«, der Bauplan sowie Tipps und Tricks für weitere Wildbienen-Hotelgründer trugen die Kids stolz nach Hause.

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