23. Juli 2018, 19:26 Uhr

Junge Naturdetektive im Einsatz

23. Juli 2018, 19:26 Uhr
Auf der Spur der Tiere: Ferienspielkinder mit Naturparkführerin Andrea Albert. (Foto: eva)

»Wer hat hier geknabbert?« und »Horch mal wer da spricht!«. Neun Kinder trafen sich im Rahmen der Ferienspiele, um auf diese und weitere Fragen eine Antwort zu finden. Mit Geo- und Naturparkführerin Andrea Albert begaben sie sich auf eine interessante Entdeckungstour durch Feld und Wald. Fährten und Spuren richtig zu lesen und zu deuten ist eine von vielen Menschen fast verlernte Fähigkeit. Dabei ist es gar nicht so schwierig, wenn man die typischen Merkmale kennt.

Anhand von mitgebrachten Tierspuren lernten die Kinder zunächst, welche Arten es davon gibt. Denn neben Fährten sind es auch Federn, Haare, Fraßspuren oder Verdauungsreste, welche die Anwesenheit von Tieren verraten. Auch Behausungen wie Nester oder Erdlöcher verraten, welche Tiere in diesem Gebiet leben.

Danach gingen die kleinen Detektive selbst auf Spurensuche. Unter Steinhaufen und Baumrinden fanden sie anhand von Kriech- und Schleimspuren jede Menge Hinweise auf die Anwesenheit von Käfern, Raupen und Schnecken. Groß war die Überraschung, als sie eine Blindschleiche entdeckten, die gerade ihr Versteck verließ. Wie ein Fotomodell ließ sie sich geduldig von allen Seiten bestaunen, bevor sie wieder verschwand. Dabei lernten die Kinder, dass eine Blindschleiche keine Schlange ist, sondern zur Gruppe der Echsen zählt und dass sie gar nicht so blind ist, wie ihr Name glauben lässt.

Im Wald liefen die kleinen Detektive zur Hochform auf. Es wurde viel entdeckt und gesammelt. Dabei stellten sie schnell fest, dass es in einem Laubwald ganz andere Tierspuren gibt als in einem Nadelwald. Während unter Eichen und Buchen überwiegend Spinnennetze und Schleimspuren zu sehen waren, gab es unter den Fichten jede Menge Fraßspuren an Ästen und Zapfen. Spannend wurde es, als die Gruppe in einer noch feuchten Wildschweinkuhle einen Fährtenabdruck entdeckte. Anhand eines Arbeitsblattes lernten die Kinder, wie sich die Fährten von Wildschweinen, Füchsen oder Eichhörnchen unterscheiden.

Zu guter Letzt erstellten die Kinder mit Andrea Albert eine Geräuschelandkarte und lernten, dass nicht nur sichtbare Spuren die Anwesenheit von Tieren verraten, sondern auch deren Stimmen und Gesänge. Anhand von unterschiedlichen Vogelstimmen konnten sie hören, wo sich der jeweilige Vogel ungefähr befindet und in welcher Stimmung er gerade ist. Am Ende konnte jeder kleine Naturdetektiv eine Tasche mit Lernmaterial mit nach Hause nehmen. Eine Teilnehmerin: »Das war ja gar nicht so schwer, meine Tierspuren zeige ich Papa und Mama und in der Schule!«

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