21. Juli 2018, 08:15 Uhr

Sommer

Noch Luft auf Vogelsberger Freibad-Liegewiesen

Sommerhitze – Freibadzeit? Ja, aber mit Einschränkungen. Von einer guten Saison berichten Verantwortliche in Homberg, Ulrichstein, Kestrich und Heimertshausen.
21. Juli 2018, 08:15 Uhr
Wie hier im Alsfelder Erlenbad verheißt ein Sprung ins Freibad bei diesen Temperaturen eine echte Erfrischung. (Foto: A. Kierblewski)

Das Super-Wetter der letzten Wochen macht sich für die Kommunen bezahlt. Der Besuch der Freibäder liegt auf hohem Niveau, das mindert den immer noch nötigen hohen Zuschuss der Städte und Gemeinden. Das zeigt eine Umfrage der Alsfelder Allgemeinen Zeitung in Homberg, Kirtorf, Feldatal und Ulrichstein. So berichtet Ralf Tost von durchschnittlich 800 Menschen, die täglich ins Homberger Freibad kommen. »Die Saison läuft gut,« berichtet er.

Und freut sich besonders darüber, dass die Badegäste begeistert sind vom schönen Ambiente der Freizeitanlage an der Ohm. Die lange Öffnungszeit von 10 bis 19.30 Uhr in den Sommerferien plus drei Frühschwimmertage locken Menschen auch von außerhalb an.

Aber: Wenn man einen Vergleich zieht, so hat die Anziehungskraft des Bades über die Jahre hinweg deutlich nachgelassen. So kamen im Supersommer 2003 gut 2 500 Besucher pro Tag, jetzt ist es nur noch ein Drittel. Woran der Rückgang liegt, weiß Ralf Tost nicht genau, kann nur mutmaßen: »Vielleicht fahren mehr Leute in den Urlaub?« Auffällig ist der Rückgang bei Jugendlichen, die früher mehr Zeit im Freibad verbrachten. Ein Grund ist wohl das generell größere Freizeitangebot und die Konkurrenz von Smartphone und Computerspielen. In den kleineren Anlagen von Heimertshausen, Kestrich und Ulrichstein spielen Jugendcliquen traditionell eine kleinere Rolle. Dort sind eher Familien mit Kindern und ältere Menschen auf der Suche nach Ruhe anzutreffen als im Spaßbad der Ohmstadt.

Doch auch diese Bäder profitieren von von den sommerlichen Temperaturen. Hans-Joachim Thomas: »Es läuft sehr gut, ein toller Sommer.« Das Naturschwimmbad mit seiner atemberaubenden Aussicht hat mit bislang gut 3000 Besuchern schon jetzt fast die Menge an Wasserratten angelockt wie in der gesamten Periode des Vorjahres. Dazu muss man wissen, dass die Badesaison in Ulrichstein recht kurz ist, weil sich das Wasser im Frühsommer erst langsam aufheizt.

Aktuell kann man sich im 23 Grad warmen Nass treiben lassen. Die Stadt unterhalb des Vogelsberggipfels ist überdies generell vier Grad kühler als Alsfeld. Dafür wird das Wasser mit Schilf gereinigt, die hervorragende Wasserqualität wird also ohne Chlorung erreicht. Deshalb sind unter den Nutzern viele Familien mit Kindern und ältere Menschen, die in Ruhe baden.

Wie Thomas berichtet auch Matthias Reimer vom Solarfreibad Kestrich von vielen auswärtigen Besuchern. Im Feldataler Ortsteil musste zu Beginn der Badesaison noch einiges repariert werden, inzwischen finden sich die Gäste wieder ein. Reimer ist mit rund 125 Besuchern täglich durchaus zufrieden, zumal die Tendenz nach oben geht. Der Besuch läuft jeden Tag besser, sagt Reimer. Nun hat sich eine Reisegruppe aus Alsfeld angekündigt, die mit 40 Personen vorbeikommen will. Gerade Familien mit Kindern kommen gerne in das überschaubare Freibad. Dort hat man das ganze Becken mühelos im Blick. Er freut sich besonders auf die Beach-Party am 27. Juli (siehe Kasten).

Super fand er eine große Spende des Verbands »Weiße Adler«. Denn im nächsten Jahr soll das Schwimmbecken mit einer großen Kautschukfolie ausgekleidet werden, bei Kosten von gut 30 000 Euro, schätzt Reimer.

Über eine gute Auslastung freut sich auch Volker Steller im Freibad Heimertshausen: »Ich habe selten einen so langen Sommer erlebt.« Denn nur bei heißem Wetter haben die Leute Lust auf eine Erfrischung im Becken. Zur Zeit baden rund 150 Besucher pro Tag, das ist gut, es könnte aber noch etwas mehr sein, sagt er. Das Wasser im Heimertshäuser Bad wird ebenso wie in Kestrich per Solaranlage aufgeheizt. Positiv ist der Kiosk des benachbarten Campingplatzes, in dem es Snacks und Getränke gibt. Für den Besuch spricht auch der niedrige Eintritt von zwei Euro für Erwachsene. Das lockt auch Gäste aus umliegenden Orten an.

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