13. Juli 2018, 12:05 Uhr

Bürgermeister

Leopold Bach will den Bürgern anpacken

Er kam, sägte und siegte: Der neue Feldataler Bürgermeister Leopold Bach versteht sich als Mann der Tat. Auch bei den Unwettern in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit hat er angepackt.
13. Juli 2018, 12:05 Uhr

Angst ist es wohl nicht, dass sich der neue Bürgermeister an seinem Schreibtisch hinter zwei großen Bildschirmen »verschanzt«: Das sind moderne Zeiten, Leopold Bach setzt auf Effektivität. Beim rechten Bildschirm ploppen die neuen Nachrichten auf, am linken kann er ungestört arbeiten. In diesem Sinne werden auch die Termine mit ihm vom Vorzimmer vergeben. »Das soll keine Beschränkung sein«, betont Bach, »aber der Bürgermeister muss sich ja nicht mit jeder kleinen Müllablagerung persönlich befassen«.

Bach geht es um wesentliche Dinge, dann nimmt er sich die nötige Zeit. Die schlägt sich im Wochenpensum nieder. Die Arbeitstage können bis zu 15 Stunden dauern, an sechs Tagen in der Woche. Bei dieser Belastung versucht er den Sonntag für die Familie freizuhalten. Aber es kann vorkommen, dass die Familie sonntags zum Termin einfach mitgenommen wird, es gibt im Feldatal an den Wochenenden immer wieder gesellige Anlässe, die für Ehefrau und die beiden Kinder unterhaltsam sein können.

In den sieben Ortsteilen sieht man sehr Gegensätzliches: Hofreiten verfallen, einige wurden bereits von Amts wegen abgesperrt oder planiert, um Fußgänger nicht zu gefährden. Andererseits sind derzeit viele Häuser eingerüstet, es wird auch investiert.

Besonders im Ortskern von Groß-Felda tut sich viel, wofür Bach unter anderem der Volksbank dankbar ist. Sie hat zwischen ihrer Niederlassung und dem Rathaus zwei Scheunen niedergelegt, es werden acht Wohnungen gebaut, Interessenten gibt es schon. Und wenn das Konzept aufgeht, könnte das große Areal des vormaligen Möbelhauses einbezogen werden.

Wieder mehr Kinder

Investiert wird zudem gegenüber in Richtung Apotheke, das große Fachwerkhaus ist eingerüstet und Ladenfläche noch zu vergeben. »Eine Metzgerei oder ein Eiscafé würden gut hinpassen«, meint der Bürgermeister. Die Quadratmeterpreise von vier oder sechs Euro nennt er günstig. Etwas geschäftliche Belebung findet dort bereits freitags statt, wenn der Groß-Eichener Metzger Fuchs mit einem Verkaufswagen kommt.

Zur Politik: Mehr Entscheidungsfreude wünscht sich Bach von den Fraktionen der Gemeindevertretung. Positiv sei, dass in den Sitzungen seit seinem Amtsantritt Entscheidungen einstimmig gefällt worden seien, die Zusammenarbeit sei konstruktiv und gut. Man habe das Angebot des Landes zur Gebührenbefreiung der Ü3-Kinder umgesetzt, ohne die anderen Gebühren zu erhöhen, und er sei nach Wiesbaden gereist, um eine Teilhabe der Kommune an der Hessenkasse zu erreichen. Aus seiner Sicht sollte die frühkindliche Bildung generell kostenfrei sein und auch beim Straßenbau müsste das Land den Kommunen helfen. »Wenn wir als Gemeinde die Straßenbaukosten übernehmen, müssten wir die Grundsteuer B von 300 auf 750 Prozent erhöhen«, macht Bach den Stellenwert der Forderung deutlich.

Der Nachwuchs lässt den Bürgermeister optimistisch in die Zukunft blicken. Der Vater zweier Kinder erwartet, dass im neuen Schuljahr in Feldatal nach Jahren mit nur einer ersten Klasse wieder zwei erste Klassen gebildet werden. Und auch die Kindergärten haben gut zu tun, der kommunale in Stumpertenrod ist mit 25 voll, im kirchlichen werden drei Gruppen betreut. Sind die Kinder die Zukunft einer Gemeinde, so ist eine gute Infrastruktur die Basis.

In diesem Sinne sieht Bach das Freibad Kestrich als »Schätzlein«, das es zu erhalten gilt. Weil die aktuelle Saisoneröffnung nach zwei Schäden verschoben werden musste, möchte Bach das Becken mit Folie auskleiden und einen breiten Treppeneinstieg bauen. Er lobt das Engagement des neuen Badteams, das unter anderem Ausdauerschwimmen zwischen einer und zwei Stunden mit Abzeichen prämiert.

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