05. Juli 2018, 12:00 Uhr

Vereine

VdK Burg-Gemünden verliert Mitglieder

Im Ortsverband Burg-Gemünden des VdK gibt es einen deutlichen Rückgang bei den Mitgliederzahlen, sagte Vorsitzender Burkhard Reitz.
05. Juli 2018, 12:00 Uhr
Die Vorsitzenden Burkhard Reitz (l.) und Arno Philippi (r.), danken Reinhard Falk und Barbara Hevlik. (Foto: eva)

Wichtige Informationen über den Ortsverband, ein Vortrag über Dekubitus-Prophylaxe und Flüssigkeitsdefizite sowie ein gemütliches Beisammensein mit Mittagessen und Kaffeetrinken kennzeichneten das Sommerfest des VdK-Ortsverbandes Burg-Gemünden, zu dem der Vorsitzende Burkhard Reitz rund 40 Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus begrüßte.

Gehörten 2016 noch 150 Mitglieder dem VdK an, so sind es derzeit 129 und sieben Kündigungen liegen zum Jahresende vor. Reitz appellierte an die Mitglieder, bei den im kommenden Jahr anstehenden Neuwahlen für einen Vorstandsposten zu kandidieren. »Wir brauchen dringend Ersatz«, betonte Reitz, da feststeht, dass fünf Vorstandsmitglieder nicht weitermachen.

Ein weiteres Thema war die Anfrage des VdK Nieder-Gemünden bezüglich einer Fusion beider Ortsverbände. Während der Burg-Gemündener VdK-Vorstand einer Fusion positiv gegenübersteht, werde dies seitens des Landesverbandes »nicht gewünscht«. Hier solle man bedenken, dass angesichts des Personalnotstandes allein im Vogelsbergkreis bereits fünf Ortsverbände ihre Geschäfte an den Kreisverband abgegeben haben. Hessenweit seien es über 20 Ortsvereine, die von den Kreisverbänden verwaltet werden: »Tendenz steigend«, betonte Reitz.

Der Vorsitzende wies auf Homepage des Burg-Gemündener Ortsverbandes hin. Nach einem Mittagessen informierten Reinhard Falk und Barbara Hevlik vom ambulanten Pflegedienst über Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Schädigungen der Haut (Dekubitus) sowie über die unter dem Begriff Dehydration bekannten Flüssigkeitsdefizite.

Dekubitus begegne jedem der in diesem Beruf arbeite, so ziemlich vom ersten Tag an »und das mitunter ziemlich massiv«, so Reinhard Falk. Zwar betreffe es in erster Linie ältere Menschen, die viel sitzen, oder Menschen, die länger liegen. Doch anhand eines Fallbeispiels erläuterte Reinhard Falk, dass auch bei jungen Menschen sehr schnell ein Dekubitus entstehen kann.

Konkret ging es um einen Jungen von nur 13 Jahren, bei dem nach übermäßigem Alkoholgenuss und dem daraus resultierenden langen Liegen im Freien nicht nur eine Alkoholvergiftung, sondern auch ein Dekubitus diagnostiziert wurde. Dies sei zu erklären, dass durch den übermäßigen Alkoholgenuss der Blutdruck des Jungen zusammengefallen war. Damit es nicht soweit kommt, sollten gefährdete Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Bewegung motiviert werden. Richtige Lagerung, eine gute Hautpflege und regelmäßige Kontrollen helfen ebenso das Risiko für Wundliegen zu minimieren.

Erste Anzeichen für einen Gewebeschaden sind an der Haut sichtbare Rötungen. »Wenn sich diese nicht wegdrücken lassen, ist äußerste Vorsicht geboten«, erläuterte Falk.

Ebenso gaben die Pflege-Experten Hinweise zur Vermeidung einer Dehydration (Flüssigkeitsmangel). Es gelte zwar generell für jeden, aber insbesondere bei älteren oder auch pflegebedürftigen Menschen auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Denn gerade diese Gruppe verspürt häufig keinen Durst und sei besonders gefährdet.

Neben der zu geringen Flüssigkeitsaufnahme sowie Salz- und Wasserverluste durch starkes Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall können Diabetes oder Nierenerkrankungen zu erhöhtem Flüssigkeitsverlust im Körper führen. »Einer Dehydration kann man am besten vorbeugen, indem man vor allem im Sommer ausreichend trinkt«, so Falk und Hevlik. »Jeden Sommer das gleiche Spiel, dass viele Menschen im Krankenhaus landen, weil sie zu wenig getrunken haben«, so Falk.»Nicht vergessen: Genügend trinken ist generell für alle das A und O«.

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