08. Juni 2018, 08:05 Uhr

Bahn

Ab Gemünden bald bequemer reisen

Schön ist anders. Aber auch im aktuell desolatem Zustand wird der Bahnhaltepunkt Nieder-Gemünden gut genutzt. Rund ein Dutzend Autos werden dort täglich von Bahnpendlern abgestellt.
08. Juni 2018, 08:05 Uhr

Unter der sehr marode wirkenden Konstruktion des Fahrradabstellplatzes haben Mutige ihre Drahtesel oder Mopeds abgestellt, und viele Bahnnutzer werden nachmittags oder abends von Angehörigen mit Pkw abgeholt.

Und auch die Anbindung mit den Buslinien klappt. Demnächst soll alles geordnet und schön werden, nachdem die Gemeinde das Areal von der Bahn erworben hat. Im Gemeindevorstand hat man sich schon seit Jahren mit der Angelegenheit befasst, kürzlich wurden in einem Ausschuss Planvarianten vorgestellt.

Aus Sicht von Bürgermeister Lothar Bott darf die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes nicht isoliert betrachtet werden. Denn daran angebunden ist die Radwegeplanung und die innerörtliche Erschließung zwischen Brühlsteg (Feldabrücke zum alten Ortsteil Nieder-Gemünden/Sportplatz) und Grenze zum Gewerbegebiet in Richtung Burg-Gemünden. Dabei gilt es, mögliche Fördertöpfe zu den Bereichen Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Radwegebau und Straßenbau möglichst sinnvoll zu verknüpfen.

Bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes sind zunächst die beiden Gebäude abzureißen. Aus eingefallenen Dachabschnitten ragen schon Bäume und Sträucher heraus. An ihre Stelle soll ein überdachter Wartebereich gebaut werden. Angelegt werden sollen ferner 20 Parkplätze, und die Zweiradfahrer erwartet eine neue Abstellmöglichkeit. Dazu soll es auch abschließbare Boxen mit Lademöglichkeit von E-Bikes geben. Vorgeschlagen worden sind zwar auch sanitäre Anlagen, aber deren Einrichtung sieht der Bürgermeister wegen des Unterhalts als fraglich an. Im benachbarten Mücke hatte es auch eine Diskussion darum gegeben. Wegen möglichem Vandalismus hat man dort von dem Angebot Abstand genommen. In Mücke gibt es allerdings fußläufig Einkaufsmärkte mit entsprechendem Angebot.

Neu gestaltet werden schließlich die Bahnhofstraße mit Wasser- und Kanalleitungen sowie der Brühlweg. Bei den Straßenbaumaßnahmen rechnet der Bürgermeister mit Kosten von rund einer Million Euro, die Umfeldgestaltung könnte noch mal eine halbe Million Euro ausmachen. Das ist für die kleine Gemeinde eine ganze Menge Geld, zumal die Kindergartenerweiterung ansteht sowie der Anschluss der Abwasserreinigung an die Anlage von Mücke bei Königsaasen.

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