03. Juni 2018, 17:46 Uhr

Die Gemeinde voranbringen

03. Juni 2018, 17:46 Uhr
Ein Hoch auf den Gewerbeverein: Gäste der Jubiläumsfeier im Haus Ondratschek mit dem Vorsitzenden Michael Schneider (2. r.). (Foto: hso)

Der 120. Geburtstag des Gewerbevereins Feldatal hätte sicher ein paar mehr Gäste verdient gehabt, meinte Vorsitzender Michael Schneider bei der Eröffnung der Jubiläumsfeier im Haus Ondratscheck. »Wir sind zwar ein kleiner Kreis, aber wir wollen es dennoch krachen lassen«, meinte der Vorsitzende. Für die Bewirtung sorgte die Jugendtanzgarde des KHC.

120 Jahre sind ein besonderer Geburtstag, sagte Michael Schneider zu Beginn seiner Präsentation, in der er zurückblickte, aber auch in die Gegenwart und die Zukunft. Interessant für die Gäste waren sicherlich viele der früheren Berufe, die in ihren Dörfern durchaus Schwerpunkte bildeten, so die Korbmacher in Stumpertenrod, die Löffelschnitzer in Köddingen und die Nagelschmiede in Groß-Felda und Schellnhausen.

So gab man früher eine eigene Zeitung mit Werbung zum Ostermarkt und sogar einen Weihnachtsboten heraus. Lange vor dem Bau der Feldahalle regte der Gewerbeverein den Bau einer Mehrzweckhalle an. Der Gewerbeverein habe sich immer als Motor in der Gemeinde verstanden.

Die Gemeinde sei zwar stolz auf den Gewerbeverein, tue sich aber oft schwer, ihn zu unterstützen. Hier nannte Schneider das Beispiel Weihnachtsbeleuchtung. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war der 100. Geburtstag des Gewerbevereins, den man in der Feldahalle mit vielen Gästen feierte. Neue Ideen, wie man das Feldatal attraktiver machen kann, kamen Anfang 2000 auf.

Nach einer Idee von Dr. Gerhard Greif aus Zeilbach wurde das erste historische Schmiedefest ins Leben gerufen. Dieses findet seither alle zwei Jahre in der Hauptstraße in Groß-Felda statt und erinnert an die handwerkliche Vergangenheit des Ortes. Inzwischen richtet der Verein »Nählschmett« das Schmiedefest aus. Sein soziales und kulturelles Engagement zeigt der Gewerbeverein Jahr für Jahr. Auch die Teilnahme an den Ferienspielen gehört zum festen Programm.

Die früheren Gewerbeausstellungen in der Adventszeit habe man eingestellt. Es gibt dafür neue Veranstaltungen wie den »Tag der offenen Gärtnerei« zwischenzeitlich einer wachsenden Beliebtheit und beim ersten Bauernmarkt in 2016 herrschte schon fast Volksfeststimmung.

Zwischenzeitlich ist dieser Markt weit über die Grenzen des Feldatals bekannt, was die steigenden Besucherzahlen zeigen. Schneider nannte weitere Initiativen, die vom Gewerbeverein ausgingen. Hier zum Beispiel die »Zukunftswerkstatt« und die Projektschmiede, das jüngste »Kind« des Vereins. Für dieses Jahr ist im September eine weitere Zusammenkunft der »Projektschmiede« geplant, im Oktober führt ein Ausflug nach Schlitz unter dem Motto »Kultur trifft Genuss«.

Am 16. November findet im Rahmen des Bauernmarktes ein spezieller Wintermarkt statt. Hier sollen auch wieder die Neubürger eingeladen werden. Ortsvorsteher H.J. Schneider und Beigeordneter Martin Kern gratulierten im Namen der Gemeindegremien. Am Ende zeigten sich besonders die auswärtigen Gäste beeindruckt von den Aktivitäten des Vereins. So betonte Uwe Meyer vom Kreisausschuss, besonders die Kleinbetriebe seien das Rückgrat der Gesellschaft.

Michael Ruhl sagte, dass die Vernetzung des Gewerbes im Kreis nicht so gut sei und dass die Gewerbebetriebe ihre Stimme gegenüber der Politik deutlich machen müssen.

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