11. Mai 2018, 05:00 Uhr

Schnell gelöscht

Der Bürgermeister macht es vor

Beeindruckende Vorführungen beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Felda: Es wurde Fett gelöscht, und es wurde gezeigt, wie schnell ein Zimmer brennt. Aber: Man kann vorbeugen.
11. Mai 2018, 05:00 Uhr
Gekonnt bekämpft Bürgermeister Leopold Bach den Brand mit einem Feuerlöscher. (Foto: hso)

Jede Menge Action war beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Felda angesagt. Dabei stand der vorbeugende Brandschutz im Mittelpunkt des Geschehens und ist seit eh und je ein großes Anliegen der Feuerwehrleute. Bereits vor wenigen Wochen hatte die Feuerwehr Besuch von der Kindertagesstätte »Kunterbunt« in Groß-Felda, und die Kleinen waren kindgerecht auf die Gefahren von Feuer hingewiesen worden. Mit ihnen hatten die Fachleute auch bestimmte Verhaltensweisen besprochen, die im Ernstfall nötig sind. Natürlich durfte auch an diesem Tag das Spritzen mit einer alten Kübelspritze nicht fehlen, was den Kleinen sehr viel Spaß machte.

Etwas aufregender und spannender ging es nun beim Tag der offenen Tür am Samstag zu. Drei Aktionen waren geplant: Fettbrand mit Fettexplosion, Zimmerbrand und Handhabung sowie praktischer Einsatz von Feuerlöschern. Zuvor begrüßte Wehrführer Christian Schneider die zahlreich erschienenen Besucher. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Leopold Bach, Gemeindebrandinspektor (GBI) Rüdiger Klaus und einer Abordnung der Feuerwehr aus der Partnergemeinde Friedrichswerth/Thüringen. Anschließend bat er alle Besucher auf den »Alten Sportplatz« wo die einzelnen Aktionen stattfanden.

Zunächst wurde der Umgang mit dem Feuerlöscher gezeigt, und danach konnte jeder, der das wollte, es auch einmal selbst ausprobieren. Es gehörte schon etwas Mut dazu, mit dem Feuerlöscher auf den Brandherd zuzugehen und dann mit möglichst einem kräftigen Sprühstoß die Flammen zu ersticken. Am Ende der Übung dürften diejenigen, die selbst gelöscht haben, mit der Gewissheit nach Hause zu gehen, dass sie sich künftig sicherer fühlen.

Intensive Fettexplosion

Wie eine Fettexplosion entsteht wurde danach als nächstes demonstriert. Dazu erhitzte man einen Behälter mit Speiseöl auf rund 230 Grad (dies ist der ungefähre Flammpunkt) und gab dann über eine Fernlenkung Wasser hinzu. Im Nu schoss eine große Stichflamme in die Höhe. Man stelle sich vor, so etwas passiert in einer Küche. Die Lösung ist in diesem Fall: Man sollte Fett nicht unbeaufsichtigt erhitzen. Und wenn es wirklich einmal zum Brand kommt, sollte man nie Wasser in die Pfanne schütten. Besser ist es immer einen Deckel darauf legen und die Flammen auf diese Weise zu ersticken.

Ein großes Spektakel war schließlich die Vorführung eines Zimmerbrandes in einer sogenannten »Brandbox«. Wehrführer Andreas Zaumsegel aus Ermenrod erläuterte den Gästen die Situation und den Ablauf der Demonstration. Alles begann mit einem kleinen Feuer auf einem Schrank und entwickelte sich in kurze Zeit zu einem großen Zimmerbrand. Der Rauchmelder schlug rechtzeitig an. Deshalb hätten Personen noch genügend Zeit gehabt, um sich aus dem Zimmer zu entfernen.

100 Liter Wasser reichen

Durch die immer größer werdende Hitze- und Rauchentwicklung war es nur kurze Zeit später unmöglich den Raum zu verlassen. Interessant war auch für die Zuschauer, dass Gegenstände im Raum plötzlich brannten, ohne direkt mit dem Feuer in Berührung gekommen zu sein. In den zwölf Minuten vom Alarm des Rauchmelders, der Alarmierung der Feuerwehr, bis zum ausgedehnten Zimmerbrand waren die Einsatzkräfte rechtzeitig mit voller Atemschutzausrüstung an der Brandstelle und konnten das Feuer mit gezielten Sprühstößen in kürzester Zeit löschen. Das geschah mit einer äußerst geringen Wassermenge von noch nicht einmal 100 Litern. Beeindruckt von dieser Vorführung gab es einen starken Applaus für die mitwirkenden Akteure.

Nach den unterschiedlichen Demonstrationen ging es zum gemütlichen Teil über. Man stärkte sich mit erfrischenden Getränken und mit einer Bratwurst oder einem Steak vom Grill. Einen großen Spaß an diesem Nachmittag hatten die Kinder, als sie mit dem großen Feuerwehrauto und viel »Tatütata« im Ort ihr Runden drehten.

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