03. Mai 2018, 21:43 Uhr

Radweg-Lücke am Stausee geschlossen

03. Mai 2018, 21:43 Uhr

Im Rahmen der Landesförderung zur Nahmobilität will die Gemeinde Antrifttal ein 300 Meter langes Teilstück des Radweges am Stausee schließen. Den Grundsatzbeschluss hat die Antrifttaler Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung beschlossen. »Die Hessische Landesregierung hat ein Förderprogramm für Radwege mit besonderer Bedeutung aufgelegt, von dem die Gemeinde profitieren könnte. Somit wäre der Lückenschluss mit einem geringen Eigenanteil möglich«, erläuterte Bürgermeister Dietmar Krist. Der überregionale Radweg R 2, der unter anderem über Marburg nach Fulda führt, ist in der Gemarkung der Gemeinde Antrifttal nicht vollständig ausgebaut. Das Teilstück ist noch geschottert.

Die Verwaltung wird in Kürze einen entsprechenden Förderantrag beim Land Hessen für das neu aufgelegte Förderprogramm stellen. Mit einer Bewilligung wäre jedoch erst frühestens im kommenden Jahr zu rechnen. Mit dem Lückenschluss will die Gemeinde Antrifttal die Attraktivität des Sees weiter erhöhen. Darüber hinaus ist geplant, die von der OVAG kostenlos zur Verfügung gestellte Elektrotankstelle am See zu errichten. In Kooperation mit den Sportanglern Seibelsdorf soll noch in diesem Jahr der Fischlehrpfad erneuert werden. Die notwendigen Fördermittel hat die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen bereits bewilligt. Die Gemeinde Antrifttal und die Stadt Alsfeld beteiligen sich ebenfalls über den Zweckverband Stausee.

Als weiteren Grundsatzbeschluss traf die Gemeindevertretung die Entscheidung, die Planungen zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Vockenrod aufzunehmen. »Die Fahrbahn ist in keinem guten Zustand, und durch Lochfraß kommt es immer wieder zu Rohrbrüchen. Mittelfristig besteht hier Handlungsbedarf«, bilanzierte Krist. Wie die Baumaßnahme jedoch aussehen werde, müsse zunächst genauer untersucht werden.

Bessere Mobilfunkverbindung

Dazu brauche man zunächst belastbare Daten, was die Asphaltdecke und den Unterbau betrifft, erst dann könne man die einzelnen Varianten berechnen. Ziel sei es, in Kooperation mit dem Vogelsbergkreis und Hessen Mobil eine möglichst dauerhafte und kostengünstige Lösung zu finden, die die Belastungen für die Anlieger möglichst gering halte. Kontrovers diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch die auf Landesebene geplante Aufhebung des Erhebungszwangs für Straßenbeiträge. In der Anhörung im Innenausschuss des Landtages habe er deutlich darauf hingewiesen, dass dies nur Sinn mache, wenn sich das Land ähnlich wie in Bayern dann in größerem Maß an den Straßenbaumaßnahmen beteilige. Die ländlichen Kommunen seien aufgrund ihres größeren Straßennetzes auf die Unterstützung des Landes angewiesen. Die Problematik sei vielschichtig. Ein Schnellschuss helfe keinem weiter, weder den Kommunen noch den Bürgern. »Der Wegfall der Straßenbeiträge muss auch in irgendeiner Weise gegenfinanziert sein«, unterstrich der Bürgermeister, damit sich über die Grundsteuer keine Abwärtsspirale entwickle. Fehlende Straßenbeiträge könnten nur mit höheren Grundsteuern kompensiert werden, die wiederum die Schlüsselzuweisungen des Landes schmälern. Somit wären die Kommunen doppelt benachteiligt. Er habe daher gegenüber der Landespolitik deutlich auf die Notwendigkeit einer verbesserten Landesförderung hingewiesen.

Im Bericht aus der Arbeit des Gemeindevorstands verkündete Krist, dass die Bauarbeiten für einen Mobilfunkmast in der Gemarkung Vockenrod im Laufe des Mai starten, sodass zumindest ein Funkloch für Vockenrod, Teile Seibelsdorfs und in kleinerem Umfang auch Ruhlkirchen geschlossen werden könne. Der Mast soll mit LTE 800 und LTE 1800 sowie GSM bestückt werden.

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