18. April 2018, 20:22 Uhr

Detektivarbeit an alten Akten

18. April 2018, 20:22 Uhr
Bürgermeister Lothar Bott (l.) informiert sich bei Karl Pitzer (r.) und Roland Albert. (Foto: ek)

Viel zu tun gibt es immer im Gemeindearchiv, das eher zufällig in Burg-Gemünden im Gebäude der ehemaligen Schule und damit direkt neben dem DGH untergebracht ist. Zug um Zug wurde das Archiv in der Vergangenheit mit moderner Technik ausgestattet, um die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen den stetig gestiegenen Anforderungen einer sachgerechten Archivierung zu entsprechen. Neueste Anschaffung ist ein Scanner, um Bilder und Dokumente zu digitalisieren. Damit ist es auch möglich geworden alte Bilder oder Dokumente, die von Privaten zur Verfügung gestellt werden zu erfassen, informieren Karl Pitzer und Roland Albert, Leiter und stellvertretender Leiter des Archives.

»Ohne das ehrenamtliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz der inzwischen sechs Archivmitarbeiter sind die Arbeiten nicht zu leisten,« stellte Bürgermeister Lothar Bott fest. Neben Pitzer und Albert gehören Arno Philippi, Norbert Raitz und Ulrich Kratz dem Archivteam an. Darüber hinaus wird die Arbeit seitens der Verwaltung durch Silke Rolshausen unterstützt. Die Archivare wiesen darauf hin, dass Gemündener Dokumente und Bilder zum Einscannen vorbeibringen sollen. Natürlich nehme man gerne auch Unterlagen zum Verbleib im Archiv entgegen. So habe man bereits verschiedene private heimatgeschichtliche Sammlungen in ein »Geschichtsarchiv« einsortiert.

Immer wieder erstaunt sind die Mitarbeiter über das Interesse an der Arbeit, was die Besucherzahl bei den »Archivtagen«, aber auch im Rahmen von Anfragen und persönlichen Vorsprachen belegen. Heimatgeschichte sei offenbar ein interessantes Gebiet. Albert hebt hervor, dass man das offizielle Gemeindearchiv beherbergt, mit Akten, Plänen und wichtigen Dokumente aller ehemals selbstständigen Ortsteile und der Großgemeinde. Diese werden einzeln erfasst und beschrieben und können im öffentlich zugängigen Recherchesystem des Landes »Arcinsys« abgerufen werden. Eine solche Suche ist an jedem PC weltweit möglich – wobei man nur recherchieren kann. Wer etwa ein Originaldokument einsehen will, den helfen die Archivmitarbeiter vor Ort weiter. Darüber hinaus trägt man Bilder und Dokumente zusammen, die nicht zum offiziellen Archiv gehören, aber unter Umständen für die Heimatgeschichte von Bedeutung sein können. Auch solche Exponate können im Archiv eingesehen werden. Schließlich bearbeite man zunehmend Aufträge von außerhalb etwa in Sachen Ahnenforschung.

Zu den laufenden Arbeiten betont Pitzer, dass man mit Burg-Gemünden und Ehringshausen zwei Ortsteile bearbeitet und zu Burg-Gemünden bereits 944 und zu Ehringshausen 455 erfasste Akten hat. Je detaillierter die Beschreibung, um so besser die spätere Recherchemöglichkeit. Der nächste Ortsteil, den man bearbeitetd, ist Elpenrod. Viel Lob gab es für die Mitarbeiter im Archiv schon von außerhalb, insbesondere beim Besuch des Leiters des Gießener Stadtarchivs. Pitzer unterstreicht, dass ein solches Archiv vom ehrenamtlichem Engagement lebt.

Ergänzend weisen die Archivare darauf hin, dass das Archiv dienstags vormittags immer besetzt ist, aber Termine auch jederzeit über die Mitarbeiter vereinbart werden können. (archiv@gemuendenfelda.de).

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