29. März 2018, 12:00 Uhr

Bürgermeister

Mit Riesenfreude auf ins Amt

Der Terminkalender für die nächsten Wochen ist gut gefüllt, auch wenn Leopold Bach erst am Donnerstag ins Amt als Bürgermeister von Feldatal eingeführt wird.
29. März 2018, 12:00 Uhr
Strahlend nach dem Wahlsieg: Leopold Bach mit Gratulanten und Schal des Sportvereins. Von den Vereinen hat der neue Bürgermeister, der heute Abend ins Amt eingeführt wird, schon viele Einladungen bekommen. (Foto: jol)

Er ruft von unterwegs aus an. Auf der Autofahrt nach Gießen findet Leopold Bach ein wenig Zeit für das Gespräch mit dem Journalisten. Am Dienstag wollte er sich von den Kollegen in der Kanzlei verabschieden, mit denen er zwei Jahre lang unter anderem an Themen rund um den Betrieb von Arztpraxen und Gesundheitszentren gearbeitet hat. »Es geht ein Abschnitt zu Ende«, sagt er, und dass er mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht. Denn er muss nicht nur Abschied nehmen von Kollegen, manche sind ihm auch zu Freunden geworden. Andererseits freut er sich nach eigener Aussage »riesig auf die neue Aufgabe«.

Erleichtert wurde der Übergang dadurch, dass er seit der Bürgermeisterwahl nicht mehr im Büro gewesen ist. Denn zunächst hat Leopold Bach Elternzeit genommen, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Dazu kam dann noch der Resturlaub, so dass er Zeit zur Vorbereitung auf das neue Amt hatte und noch Zeit mit Frau und Kindern verbringen konnte. So hat die Familie einige Tage Urlaub gemacht.

»Die Familienzeit war auch wichtig, weil gerade in der ersten Zeit lange Arbeitstage zu erwarten sind«. Das deutete sich bereits in den Treffen der vergangenen Wochen an, die sich um den neuen Job drehten.

Wichtig ist ihm eine gute Absprache mit Bürgermeistervertreter Daniel Wolf, mit dem er sich mehrfach abgesprochen hat. So kam Bach ins Rathaus, um mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Verwaltung sowie Bauhof zu reden. An einer Sitzung des GVV-Vorstands hat er teilgenommen, denn im Gemeindeverwaltungsverband werden viele Aufgaben der Gemeinde erledigt.

Der Arbeitsbereich eines Bürgermeisters sei sehr abwechslungsreich: »Aber das wusste ich schon vorher,« sagt der Jurist. »Danach habe ich gesucht.« So hat er Daniel Wolf unter anderem begleitet, als es um die Straßensperrung nach dem Einsturz einer Scheunenwand in Zeilbach ging. »Man fährt sonst an so einem Schild vorbei und weiß gar nicht, wie viel Aufwand hinter so einer Straßensperrung steht,« erläutert Bach.

Dann ging es um die Ersatzvornahme zur Sicherung der teilweise eingestürzten Scheunenwand. Dort wurden Balken stabilisiert und eine Verbretterung vorgebaut, das sehe nun schon viel besser aus.

Zur Vorbereitung hat er sich ein Handbuch für Bürgermeister gekauft, »so um die 500 Seiten, da stehe viele wichtige Dinge drin,« sagt er. Jüngst traf er sich mit den neuen Amtskollegen Andreas Sommer zum Essen. Mit dem künftigen Mücker Rathauschef hatte sich Bach bereits vor dem Wahlkampf getroffen und man fand sich auf Anhieb sympathisch.

Nun sind es nur noch wenige Stunden bis zur Vereidigung und er freut sich auch darauf sehr. Das E-Mail-Fach des Bürgermeisters ist bereits auf sein Mobiltelefon installiert, er registriert die Einladungen von Vereinen zu anstehenden Veranstaltungen. »Der Terminkalender füllt sich wie von selbst«, hat er festgestellt. Dazu kommen die vielen Themen, mit denen er sich im neuen Amt beschäftigen muss. Das geht von der Absprache über Wasserzähler im Gemeindeverwaltungsverband über die IT-Systeme der Verwaltung bis zu Anfragen von Bürgern wie die nach der Brücke in Ermenrod, die erst kürzlich Thema in dieser Zeitung war.

An der Baustelle im Schwimmbad Kestrich diskutiert er darüber mit, welche Rohre benötigt werden. Ein Gespräch mit Kämmerin Stefanie Wolf drehte sich um den Haushaltsplan 2018, der nun aufgestellt wird.

Bach ist froh, dass sich die Gemeindevertreter ihm gegenüber sehr wohlwollend gezeigt haben: »Es kommen positive Signale aus den Fraktionen.« Gut ist die Grundstimmung, mit der er an die Arbeit geht. Man kann etwas für das Leben lernen, glaubt er, und gewinnt sogar der Diskussion um den Haushaltsplan Positives ab.

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