23. März 2018, 12:00 Uhr

Tourismus

Schotten in einer Reihe mit Frankfurt und Rüdesheim

Schotten ist Hessens dritter Tourismusort. Dies teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit. Damit rückt es in eine Reihe mit Frankfurt und Rüdesheim auf.
23. März 2018, 12:00 Uhr
Dort, wo früher ein Vulkan aktiv war, kann man heute rund um Schotten schön spazieren gehen. (Foto: Christina Marx)

»Damit ist Schotten berechtigt, von Tages- und Übernachtungsgästen einen Tourismusbeitrag zu erheben, um in die touristische Infrastruktur und das Marketing zu investieren und damit den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken.« Außer Schotten tragen Frankfurt und Rüdesheim das Prädikat.

Schotten erfülle alle Voraussetzungen, sagte Al-Wazir: »Der Hoherodskopf mit seinen jährlich 500 000 und der Tier- und Erlebnispark Vogelpark mit 90 000 Besuchern sind ebenso Anziehungspunkte wie der nahegelegene Niddastausee, der in den vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung für Angler, Segler, Surfer und Camper gewonnen hat.« Eine weitere Attraktion ist das vom Land geförderte Vulkaneum, das über die geologische Geschichte des Vulkanismus im Vogelsbergraum informiert. Der Vogelsberg gilt als größtes zusammenhängendes Vulkangebiet Europas.

Tourismusorte müssen mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner beherbergen. Ferner müssen sie sich durch ihre landschaftliche Lage oder durch bedeutende kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater, internationale Veranstaltungen oder sonstigen bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, oder durch geeignete Angeboten für Naherholung, von anderen Orten abheben.

Die Anerkennung als Tourismusort ist Voraussetzung für die Erhebung des Tourismusbeitrags. Anträge werden vom Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel geprüft. Die Entscheidung liegt beim Hessischen Wirtschaftsministerium.

Al-Wazir verweist auf die guten Erfahrungen anderer Bundesländer mit den Beiträgen: »Touristische Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten. Zufriedene Gäste kommen wieder, Unternehmen können mit intakter touristischer Infrastruktur und guten Freizeitangeboten werben, und auch für die Einwohner selbst ist ein attraktives Umfeld ein Gewinn. Tourismus hat für die Entwicklung ländlicher Regionen hohe Bedeutung. Er sichert Arbeitsplätze und Einkommen und trägt außerdem zur besseren Auslastung und damit zum Erhalt von Versorgungs-, Freizeit-, Gesundheits- und Kulturinfrastruktur bei.«

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