22. März 2018, 10:05 Uhr

Natur

Mit Drohne auf Wildschweinjagd

In Groß-Felda werden Wildschweine auch per Drohne aufgespürt. Jäger versuchen damit, die große Population zu verringern.
22. März 2018, 10:05 Uhr
Wildschweine haben die Dammkrone am Dautzenröder Teich verwüstet. (Foto: hso)

Vorsitzender Harald Wagner begrüßte dieser Tage zahlreiche Mitglieder zur Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Sein besonderer Gruß galt den Jagdpächtern Renate Kamp und Eddy Thibo, Jagdaufseher Herrn Alexander Wieder und Jungjäger Niko Mettler, der ab sofort die Jagdpächter unterstützt.

Im Jahresbericht standen die beiden Treibjagden und die Wildschäden im Mittelpunkt. Mithilfe einer Drohne wurden in Maisfeldern Wildschweine aufgespürt und zwei erlegt. Eine weitere Treibjagd fand am Sommerberg im Bereich unzugänglicher Hecken statt. Hier betrug die Strecke sechs Wildschweine. Fast wie Jägerlatein mutete an, dass Niko Mettler mit nur einem Schuss zwei Sauen erlegt hat.

Auch 2017 gab es wieder etliche Beschwerden über Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen. Nicht davon ausgenommen war die Anlage am Dautzenröder Teich. Noch im vergangenen Jahr wurden die Schäden am Damm mit großem Einsatz der Jagdgenossen nahezu beseitigt. Nun suchten sich die Wildschweine neue Wege und machten sich an der Dammkrone des Teiches zu schaffen.

Diese neuen Schäden sollen genauso wie die Grünlandschäden mit Einsatz des Wiesenhobels beseitigt werden, sobald es die Witterung zulässt. Abschließend dankte Wagner noch Jan Schmiermund für die Verwaltung des genossenschaftseigenen Baugerüstes. Hier fallen nach dem Verleihen immer wieder Wartungs- und Pflegearbeiten an, die ebenfalls vom Gerüstwart erledigt werden. Rechnerin Heidrun Seim berichtete von einer gesunden Kassenlage, obwohl die Wildschadenpauschale nicht ausgereicht hat und auf die Mittel der Jagdgenossenschaft zurückgegriffen werden musste. Auf Antrag von Jan Schmiermund wurde der Vorstand entlastet. Die Mitglieder stimmten zu, der Maschinengemeinschaft 2000 Euro für die Anschaffung eines neuen Mulchgerätes und dem Obst- und Gartenbauverein 300 Euro für den Blumenschmuck zu spenden.

Jagdpächter Eddy Thibo legt den Jagdbericht vor. Das Ergebnis brachte beim Rotwild ein Alttier, ein Schmaltier und drei Wildkälber. Beim Rehwild waren es fünf Böcke der Altersklasse 1, fünf der Altersklasse 2, zwei Bockkitze, sechs Ricken, fünf Schmalrehe und drei Rickenkitze.

Weiterhin wurden ein Muffelwildlamm, neuen Füchse, vier Dachse, 33 Waschbären, zwei Stockenten und zwei Rabenkrähen erlegt. Thibo berichte weiter, dass die Anzahl des erlegten Schwarzwildes im Vergleich zum Vorjahr deutlich und zwar um 30 Prozent auf 39 Tiere gesteigert wurde.

Es gab und gibt immer wieder witterungsbedingte Schwierigkeiten bei der Jagd und das Verbot des Einsatzes von Nachtsichtgeräten erschwere die Jagd auf Wildschweine. Die Neuwahlen ergaben keine Veränderungen. Grüße des Kreisverbandes überbrachte Steffen Schäfer. Er ging besonders auf die Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest ein und mahnte zur Vorsicht.

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