23. Februar 2018, 21:32 Uhr

Feldataler haben die Wahl

23. Februar 2018, 21:32 Uhr

Am Sonntag entscheidet sich, wer in den nächsten Jahren die Geschicke in Feldatal lenkt: Leopold Bach und Karsten Schmidt stehen als Bürgermeister-kandidaten zur Wahl. 2105 Bürger können an den Urnen entscheiden, wer die Nachfolge von Dietmar Schlosser antritt. Die Ergebnisse werden ab 18 Uhr in der Feldahalle präsentiert. Der Neue im historischen Rathaus hat eine gewaltige Aufgabe zu bewältigen. Die finanzielle Lage der kleinen Landgemeinde ist schlecht, rund fünf Millionen Euro Schulden bieten nur wenig Raum für Entwicklung. Allerdings gab es im Vorjahr eine leichte Entspannung, und es wurden Schulden abgetragen. Das lag auch daran, dass wenig investiert wurde. Wichtig war die sparsame Haushaltsführung des Ersten Beigeordneten Daniel Wolf, Einfluss hatte auch die Uneinigkeit im Gemeindeparlament, die Entscheidungen erschwert hat.

In ihrem Wahlkampf seit Jahresbeginn haben sich die beiden Kandidaten bei Hausbesuchen und in Diskussionsveranstaltungen vorgestellt. Einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Überblick: Schmidt und auch Bach sind Juristen. Schmidt arbeitet als Volljurist im eigenen Rechtsanwaltsbüro, Bach hat nach dem ersten juristischen Abschluss bei einem Beratungsunternehmen im Gesundheitsbereich angefangen. Bach lebt mit Frau und zwei Kindern in Kirtorf-Wahlen, der geschiedene Schmidt in Ulrichstein. Noch ein Unterschied: Schmidt ist gebürtiger Groß-Feldaer, der 54-Jährige will noch 15 Jahre beruflich aktiv sein. Bach ist 29 Jahre alt und stammt aus München.

Beide treten politisch unabhängig an, dabei ist Bach in der Vogelsberger FDP aktiv und gehört der FW-CDU-Fraktion im Kirtorfer Parlament an. Schmidt ist parteilos, er war vor einigen Jahren in der Feldataler Kommunalpolitik engagiert. Beide Kandidaten wollen mit allen Fraktionen in der Feldataler Gemeindevertretung zusammenarbeiten, denn größere Vorhaben müssen das Votum des Parlaments bekommen. Beide haben sich den Fraktionen von FWG, CDU, SPD und AUF vorgestellt. FWG und AUF sicherten Schmidt ihre Unterstützung zu.

Inhaltliche Unterschiede sind eher in Nuancen zu erkenne. So will Bach die Entscheidung für Windkraftanlagen im jeweiligen Einzelfall treffen, Schmidt geht davon aus, dass sich die Windkraft in Feldatal weitgehend erledigt hat. Er setzt auf Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Beide gehen davon aus, dass ein Ärztezentrum wichtig wäre. Bach findet Windelsäcke nicht finanzierbar, Schmidt will sie ermöglichen.

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