19. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eiskalt

Rettung aus dem Eisloch

Nur in diesen kalten Tagen kann man üben, auch wenn es allen Beteiligten sehr kalt ist, einigen sogar eiskalt. Feuerwehr und DLRG üben im Steinbruch von Arnshain Menschenrettung.
19. Februar 2018, 05:00 Uhr
Mühsam robbt sich der Retter auf Leitern zum Eisloch vor. (Foto: pwr)

Ein Krokodil im Steinbruch von Arnshain stellte am Samstag ein Übungsszenario für Feuerwehr und DLRG dar. Das possierliche Badetierchen aus Kunststoff wurde von den Feuerwehrleuten und Einsatzschwimmern gleich mehrfach gerettet. »Die nicht alltägliche Übung kam spontan zustande«, schilderte Kirtorfs Stadtbrandinspektor Heino Becker. Die Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus Neustadt bot den Einsatzabteilungen der Feuerwehr Kirtorf passend zum frostigen Wetter ein Seminar zur Eisrettung an. »Da haben wir natürlich mit Begeisterung zugesagt«, so Becker.

Bereits in den Morgenstunden trafen sich die durchweg Ehrenamtlichen im Gerätehaus von Arnshain für einen Unterricht mit DLRG-Ausbilder Peter Todtenbier.

So stark soll tragfähiges Eis sein

Er stellte den Einsatzkräften verschiedene Rettungsgeräte sowie die Maßnahmen für die eigene Sicherung vor. Auch informierte er über die erforderlichen Eisdicken für das Betreten von Eisflächen auf Seen. So sind für eine Einzelperson mindestens acht Zentimeter, für Gruppen mindestens zehn Zentimeter, für Schlittenfahrzeuge mindestens 15 Zentimeter und für Autos mindestens 20 Zentimeter an Eisdicke nötig. Er betonte deutlich, dass bei Strömungen oder fließenden Gewässern wie Bachläufen größere Eisdicken nötig sind. Das erlernte Wissen wurde in der Folge im Steinbruch von Arnshain praktisch trainiert. Dazu zählten das Anlegen von Eisrettungsanzügen sowie verschiedene Techniken zur Rettung von Personen aus eingebrochenen Eisflächen. Während anfangs noch mit jenem Kunststoffkrokodil und Übungspuppen trainiert wurde, steigerten sich die Übungsteilnehmer bis hin zur Rettung ihrer Kameraden in Eisrettungsanzügen. Mit Leinen, Leitern, Rettungsbrettern und sogar einem Schlauchboot wurden die verschiedenen Rettungsszenarien durchgeführt. Die nötigen Löcher in der Eisfläche wurden im Voraus der Übung extra angefertigt. Federführend für die Ausbildung seitens der Feuerwehr war Arnshains stellvertretender Wehrführer Sebastian Seim. Er sowie Kirtorfs Stadtbrandinspektor Becker dankten der Neustädter DLRG-Ortsgruppe ausdrücklich für das eisige Seminar. »Gute Ausbildung, Kameradschaft und Unterstützung, dies wird mit Sicherheit nicht die letzte gemeinsame Übung gewesen sein«, so Becker und Seim.

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