15. Februar 2018, 08:00 Uhr

Fastnachtsausklang

Hochsicherheitsgarten und Wasserlecks

Gemeindearbeiter und Saunabesucher wissen mehr. Das kam raus beim Feldkrücker Karnevals-Klub, der am Dienstag zum Schluss bei seiner Sitzung noch einmal mit vollen Kräften feierte.
15. Februar 2018, 08:00 Uhr
Beim Saunabesuch wird das Dorfgeschehen glossiert. (Foto: au)

Beendet wurde die »närrische« Zeit am Fastnachtsdienstag vom Feldkrücker Karnevals-Klub (FKK) mit einem dreistündigen Programm im Dorfgemeinschaftshaus. Zum ersten Mal gab es ein Dreigestirn, nicht mit Prinz, Bauer und Jungfrau, sondern mit Königin und zwei Rittern. So zog Königin Stephie I. (Stephanie Faust) mit Ritter Harry I. (Harry Klopp) ein. Ritter Friedel II. (Friedel Faust) war erkrankt und so wurde spontan aus dem Publikum ein Ersatzritter ernannt. Beim Auswahlverfahren blieb Ortsvorsteher Torsten Rühl übrig.

Königin Stephanie sagte, dass sie einst das Mädchen vom Wiesenhof genannt wurde, aber jetzt als Fastnachtskönigin ihre Bestimmung gefunden habe. Die Schützenkönigin sei bei ihr ein Reinfall gewesen, da sich herausstellte, dass es im Winter keine Feier gab, sondern nur trainieren, schießen, renovieren.

Nach der Proklamation kam die Rebgeshainer Garde auf die Bühne und erhielt großen Beifall. Viel zu lachen gab es beim Landexamen. Die Besucher wurden in eine Amtsstube versetzt, wo ein alter Lehrer (Michael Müller) einem Frankfurter Versicherungsvertreter (Sven Stehr) den Einbürgerungstest für den Vogelsberg abnahm.

Gemeindearbeiter plaudert aus

So fragte er, wie in den verschiedenen Orten der Schuhlöffel genannt wird. Vom »Uffzug« über »Offziehe« bis zum »Uffzieher« war alles dabei. Genauso wie beim Mutterschwein, das Dack, Dock, Mock oder auch Freckelsau genannt wird. Der Prüfling scheiterte an der Übersetzung des Satzes: »Vorgestern Nachmittag ist unsere Großmutter mit den Zigeunern durchs Flurfenster fort.«

In der Bütt stand danach Ingo Appel als »Der Gemeindearbeiter«. Er erzählte über seinen anstrengenden Eignungstest, eine Stunde ruhig sitzen, den er nur sehr schwer bestanden hatte. Eine Fliege, die ihm sogar in das Nasenloch gekrabbelt war, hätte das Ganze fast vermasselt. Seine Arbeitsbeschreibungen endeten jeweils mit: »Was biste doch für ein Bless, was haste alle Tag für ein Stress.« Eine super Tanzshow mit besonderem Lichteffekt zeigten im Anschluss die verrückten Vögel. Auf der fast dunklen Bühne waren sie nur schwarz-bläulich angestrahlt zu sehen.

Einen Saunabesuch nutzten Stephanie Faust und Sven Stehr, um das Dorfgeschehen zu glossieren. So gibt es für eine Feldkrücker Frau einen neuen Nebenjob, denn ihr großer Garten erzeugt reichlich Bio-Gemüse. Ein anderer Garten ist durch Doppelstabmatten, verzinkten Stahl, Verschraubungen und Sicherheitsschlösser zum »Hochsicherheitsgarten« geworden. Die nächtliche Suche nach dem Leck in der Wasserleitung war über Smartphone sofort herumgeschickt worden. Nach dem Haxenessen hatten zwei Männer morgens um fünf im Dorf das »Klingelmännchen« gemacht und schließlich hatte sich ein Bürger auf der Suche nach dem Nikolaus im Oberwald so festgefahren, dass er erst mit Hilfe eines Traktors frei kam. Das dreistündige Programm endete mit dem Sketch »Im Treppenhaus« und der großen Helene-Fischer-Show des Männerballetts.

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