31. Januar 2018, 12:00 Uhr

Fußball

Schule bei Kunstrasenplatz raus

Hombergs Fußballer wünschen sich schon lange einen Kunstrasenplatz. Bisher war nicht klar, was er kostet, und wo er gebaut werden soll. Jetzt gibt es Bewegung. Doch viele Fragen sind noch offen.
31. Januar 2018, 12:00 Uhr
Der Sportplatz der SG Germania an der Altenstadt. Aus Sicht des Vogelsbergkreises wäre hier der beste Ort für den Neubau eines Kunstrasenplatzes. (Foto: ks)

Der Kreis fordert die Stadt Homberg auf, sich klar zu positionieren, ob sie die Hälfte der Kosten für den Platz trägt. Als Standort komme nur der Sportplatz an der Altenstadt in Frage, das Schulzentrum ist »raus.« Das hat ein Gespräch ergeben, das kürzlich mit Vertretern der Stadt und von Vereinen beim Vogelsbergkreis stattgefunden hat.

Danach wäre Landrat Manfred Görig bereit zur Zusage, dass der Kreis für die Hälfte der Kosten aufkommt, die anderen Hälfte müssten die Stadt und die Vereine stemmen. Wie viel Fördermittel eingesammelt werden können, ist noch unklar. Und dann wurde im Gespräch beim Vogelsbergkreis auch gesagt, dass der Platz nur bei den »Germanen« am Sportplatz an der Altenstadt angelegt werden kann. Am Schulzentrum, wie mehrfach angeregt, ist nicht genügend Platz vorhanden. Seit Jahren wird in Homberg über den Kunstrasenplatz diskutiert. Jetzt flammte das Thema angesichts der eher symbolisch im Haushalt für Planungskosten eingestellten 15 000 Euro wieder auf.

 

Plätze und Halle werden genutzt

 

Weil Kreisfußballwart Frank Heller Zuhörer in der Sitzung des Homberger Haupt- und Finanzausschusses war, durfte er als Experte zur Sache sprechen. Für ihn ist die Sache klar: Ein Kunstrasenplatz muss her. Sonst sei der Fortbestand des Fußballs in der Ohmstadt ernsthaft in Gefahr. Rund 200 Kinder laufen derzeit im Jugendbereich dem runden Leder nach. Laut Heller werden derzeit alle vorhandenen Sportplätze genutzt, dazu die Halle.

Die Konkurrenz schläft nicht. »Wir sind hier eindeutig benachteiligt und nicht konkurrenzfähig,« sagte Heller. In Nachbarkreisen wie etwa Gießen gebe es gleich mehrere Kunstrasenplätze. Für den Fußball seien die inzwischen unerlässlich: »Sonst können wir nicht mehr mithalten.« Nutznießer wären nicht nur die Kinder, sondern auch die älteren Fußballer hätten etwas davon. »Der Fußballstandort würde gefestigt.«

Nachdem schon die Summe von einer Million Euro für den Bau durch den Saal geschwirrt war, gehe man beim Kreis von rund 800 000 Euro aus. HFA-Vorsitzender Kai Widauer, selbst Trainer: »Wir brauchen den Platz.« Auch wenn der einen »Haufen Geld kostet.« Schon deshalb, weil die Winter immer nasser und die normalen Plätze schlechter bespielbar werden.

 

Ausweichen in Nachbarkreis

 

Bei den Seniorenmannschaften wird teilweise nach Stadtallendorf oder andere Gemeinden ausgewichen. In Alsfeld müsse für die Benutzung eine Gebühr gezahlt werden. Wenn man das »bisschen an Sport, das wir haben, behalten wollen, dann sollten wir das Geld im Haushalt lassen.« Im Haupt- und Finanzausschuss gab es einige Anmerkungen. Norbert Reinhardt (CDU) sagte, erst müsse der Haushalt des Kreises abgewartet werden. In drei Jahren könne man das Projekt vielleicht angehen, so lange heiße es abwarten.« Man müsse zunächst sehen, ob der Haushalt der Stadt überhaupt genehmigungsfähig ist, sagte Eckhard Hisserich (CDU). Seitens der SPD kam der Vorschlag von Michael Fina, einen Sperrvermerk auf die Ausgabe von 15 000 Euro zu setzen oder das Geld über drei Jahre zu strecken, wie Claus Gunkel (SPD) anregte. Stadtverordnetenvorsteher Armin Klein sieht viele offene Fragen. So sei nicht klar, ob die Germania Homberg damit einverstanden ist, dass der Kunstrasenplatz auf ihrem Gelände angelegt wird. Auf dem Platz der »Germanen« müsste aber ohnehin etwas gemacht werden, hieß es, weil zum Beispiel die Aschenbahn nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.

Bei der SG Germania hat man sich vor einigen Monaten mit einer gewissen Skepsis geäußert. Natürlich habe man ein großes Interesse am Kunstrasenplatz, gerade um in den Wintermonaten die Trainingsmöglichkeiten für die Jugend- und Seniorenmannschaften zu verbessern. Aber besonders die Folgekosten dürften nicht unterschätzt werden, sagte Vorsitzender Hartmut Höck. Selbst wenn sich drei Vereine zusammentun, sei das »nicht zu stemmen«.

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